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Sieben Wochen Ungewissheit: Die erfolgreiche Suche nach Katze Fellini

Sieben Wochen Ungewissheit und viele Rückschläge – bis zum Happy End. Lesen Sie, wie Katze Fellini dank Ausdauer, Hilfsbereitschaft und Findefix wieder nach Hause fand.

Autorin: Fellinis Halterin Nathalie

Liebe Katzen-Fan-Community,

 

Katze Fellini ist scheu. Sie hält sich normalerweise immer in unserer Nähe auf. Wir verreisten daher schon oft mit ihr im Camper. Sie geht am Urlaubsort nachts auf die Gasse und kommt regelmäßig bei Anbruch des Tages wieder zurück.

 

Unser Umzug Anfang September ins Rhein-Main-Gebiet verlief nicht nach Plan, so mussten wir „zur Zwischenmiete“ auf einen Campingplatz ausweichen. Fellini war an Bord und machte ihre Sache gut. Sechs Tage lang. Am siebten Tag morgens kam sie wie immer zurück, sprang dann aber aus dem Camper und verschwand spurlos.

 

Wir begannen schnell mit der Suche. Zunächst ausgestattet mit Leckerlis und Taschenlampe zu Fuß, dann mit Heimwegschleppe und angebundenen Kleidungsstücken am Stock, letztlich arbeiteten wir mit aufgestellten Wildkameras in Kombination mit Futterplatz. Parallel hängten wir Suchplakate von FINDEFIX auf, sprachen Menschen an, suchten sie im nahe gelegenen Kleingartenverein, denn uns wurde mitgeteilt, dass dort Katzen angefüttert werden. Manchmal gab es aufgrund unserer vielen Plakate und Gespräche mit Passanten auch Anrufe und Sichtungen, auf unserer Kamera oder in unseren Augen erschien sie jedoch nie. Wir kannten bereits alle Tiere im Umfeld, inklusive aller streunenden Katzen, Igel, Elstern, Füchse und sogar einem Dachs.

 

Bei unseren Suchaktionen wechselten Passanten mit misstrauischen Blicken die Straßenseite, weil wir uns so komisch benahmen … mit unseren Taschenlampen, an Hecken entlang schleichend.

 

Wir wandten uns nach zwei Wochen an den Tierschutzverein. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin lieh uns eine Lebendfalle und eine weitere Wildkamera aus … und stand uns von da an zur Seite. Immer wieder nahm sie Kontakt auf, hielt uns weiter bei der Stange und fragte regelmäßig nach dem Stand der Dinge. Sie gab uns wertvolle, auf die jeweilige Situation zugeschnittene Tipps, aber vor allem: Sie sprach unser Durchhaltevermögen an.

 

Hier finden Sie Tipps, was Sie unternehmen können, wenn Sie Ihre Katze vermissen.

 

Parallel händigten wir Flyer an die örtliche Polizeistation aus, gingen zur Wasserschutzpolizei, verschickten Suchplakate im Anhang von Mails an Tierärzte im Umkreis und an nahegelegene Tierheime – Fellini blieb unauffindbar. Auch Anrufe bei der Feuerwehr – sie gaben immer höflich Auskunft über ihre Einsätze mit Tieren – führten zu keinen Hinweisen.

 

Unser Umzug war inzwischen über die Bühne, wir wohnten eine halbe Stunde entfernt vom Ort, an dem Fellini entlaufen war. Wir begannen, großräumiger zu plakatieren, unser Sohn half mit, aber es belastete ihn. Irgendetwas sagte uns aber, dass unsere Katze noch lebt.

 

Es kamen Sichtungen, aber auch schlechte Nachrichten von angefahrenen Katzen, die vielleicht unsere hätte sein können. Genaue Rückfragen klärten jedoch, dass sie es wohl doch nicht ist. Ein Junge meldete sich, er hatte sie offenbar ganz woanders gesehen, als wir vermutet und plakatiert hatten. Also gingen wir an die besagte Stelle und klebten unsere Plakate an Straßenlaternen und Altglasbehälter, an Verkehrsknotenpunkte und in Apotheken.

 

Eher spärlich wurden Sichtungen vermeldet. Dann wieder ein Hinweis – also schnell Kamera und Futter aufgestellt … Es war nicht unsere Katze. Keine Ahnung, wie oft wir erfolglos von dannen zogen, man fühlte sich nicht selten als Versager und total hilflos auf dem Nachhauseweg.

 

Wir saßen teilweise nachts stundenlang im dunklen Park auf Stühlchen und warteten, ob sich das Tier zeigt.

 

Eines Nachts hatten wir auf Facebook die Anzeige von Tiersuchhunden gesehen. Auch dieser Verein stand uns ab dem Moment zur Seite, als die unermüdlichen Akteurinnen mitbekommen hatten, wie viel wir schon versucht hatten. Sie sagten uns, dass sie eine 80%ige Erfolgsquote hätten und vermittelten uns zwei Frauen mit jeweils einem Hund: Kodi und Fae!!

 

Dann kam die Sichtungsmeldung einer Frau; Sie sei beim Arzt gewesen und habe unsere Plakate gesehen. Sie sei sicher, unsere Katze frühmorgens in ihrem Garten gesehen zu haben – da säße sie oft am Fenster und trinke ihren Kaffee. Es waren inzwischen mehr als sechs Wochen vergangen. Der Garten war weit weg von unseren Plakaten und noch viel weiter von der Stelle, an der Fellini entlaufen war.

 

Für den nächsten Tag hatten wir – schweren Herzens – geplant, die Tiersuchhunde einzusetzen, als letzte Aktion, die uns noch möglich erschien. Katzen mögen es naturgemäß nicht, von Hunden aufgespürt zu werden … logisch. Wir hatten ein Geruchsmuster unserer Katze vorbereitet … Die Hunde kamen in den Garten der Frau, die die Sichtung vermeldet hatte. Hund Nummer eins begann zu laufen, nachdem er kurz an der Geruchsprobe geschnüffelt hatte. Hund Nummer zwei zog in etwa dieselbe Spur durch den Garten und beide Hundebesitzerinnen waren sicher: Fellini ist in dem Wohngebiet unterwegs, die kaffeetrinkende Dame hatte Recht – sagten die Hunde!

 

Als nächste Aktion schrieben wir Flyer mit direkter Ansprache an die Nachbarschaft und warfen in jeden Briefkasten ein Schreiben mit Fotos unserer Katze und unserer Erreichbarkeit. Einige Tage vergingen, die Futterstelle samt Kamera im Garten der Kaffeetrinkerin wurde durch sie am Laufen gehalten. Was für ein großes Glück! Sie war so unglaublich zuvorkommend, hilfsbereit und freundlich-verständnisvoll.

 

Drei Tage nach dem Spürhundeeinsatz überprüften wir die Kamera, denn der Tiersuchhunde-Verein vermutete schon, dass Fellini jetzt erstmal ausbleiben würde, weil sie durch den Geruch der Hunde verschreckt ist. Und ja, auf der Kamera war eine Maus, eine Ratte und ein Wildvogel zu sehen…traurig fuhren wir wieder in unser neues Zuhause.

 

Am selben Tag, ca. gegen 21.30 Uhr bekamen wir wieder einen Anruf. Eine Dame sagte uns, sie wohne in derselben Straße wie die Kaffeetrinkerin und habe unsere Katze gegenüber in den Garten des leerstehenden Hauses gehen sehen. Sie habe sich gar nicht mehr getraut, die Rollläden zu öffnen, um das Tier nur ja nicht zu vertreiben. Aufgeregt fragten wir, wann sie sie gesehen hat…na, vor ca. zehn Minuten. Wir machten uns sofort auf den Weg, bewaffnet mit Nassfutter von Fellinis Lieblingssorte. Am Ort angekommen parkten wir das Auto weiter weg und gingen zu Fuß zur besagten Stelle. Umrundeten das Karree…keine Katze. Gerade wollten wir wieder zurückfahren, da kam von hinten ein Tier und witschte in den Garten vor uns, in den Garten des verlassenen Hauses. Wir riefen ihren Namen…keine Reaktion. Noch ein Ruf: Ein Öhrchen stellte sich auf. Und dann ging das Miauen los…Fellini umrundete uns, erzählte uns unaufhörlich miauend, fast vorwurfsvoll, was sie in den letzten sieben Wochen alles durchgemacht hat. Und dass sie sich freut, uns zu sehen. Dass sie aber auch erschöpft ist…und so weiter.

 

Sie näherte sich nur langsam an, ihre Kreise wurden kleiner, sie ließ sich aber nicht fangen. Wir legten Futter auf das Gartenmäuerchen…sie war hungrig wie ein Wolf. Und ließ sich dann, endlich, auf den Arm und mit nach Hause nehmen. Dort schlief sie tagelang, kam nur zum Fressen raus, sie war abgemagert. Die ersten Portionen müssen 24 Stunden lang sehr klein sein, wurde uns vom Tierschutzverein gesagt, da bei plötzlich größeren Mengen Futter die Organe des Tieres zu sehr in Anspruch genommen werden, was tödlich für sie enden kann. Also gaben wir ihr nur wenig, dafür öfter am Tag. Sie erholte sich prächtig, hat sich inzwischen wieder eingelebt und wird – erstmal noch eine ganze Zeit – nicht draußen bei den anderen Katzen mitmischen dürfen :-)!

 

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Viele weitere nützliche Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Haustier vermisst, Haustier gefunden! Was ist zu tun? 

 

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