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Blutspenden bei Hunden: So kann Ihr Hund Leben retten

Ein ruhiger Moment nach der Blutspende: Ein Hund erholt sich mit blauem Verband an der Pfote auf einer weichen Unterlage in der Tierklinik. (istockphoto.com / © Chalabala)
Keyfacts: Hunde zwischen 1 und 8 Jahren mit einem Gewicht ab 20 kg können durch eine etwa 10-minütige Blutspende Leben retten. Die Spende ist für gesunde Hunde sicher und sollte maximal alle drei Monate erfolgen.
Warum Blutspenden bei Hunden so wichtig sind
In manchen Fällen kann eine Bluttransfusion lebensrettend sein, deshalb benötigt es auch dringend Spenderhunde.
Typische Gründe für eine Bluttransfusion beim Hund sind zum Beispiel:
- starke Blutverluste nach Unfällen und bei komplizierten Operationen
- Vergiftungen
- Infektionskrankheiten
- Erkrankungen des Immunsystems
Welche Voraussetzungen muss ein Hund für die Blutspende erfüllen?
Nicht jeder Hund darf und sollte Blut spenden.
Damit die Blutspende für Hunde sicher ist, gelten bestimmte Kriterien:
- Gewicht: mindestens 20-25 kg
- guter Gesundheitszustand
- keine regelmäßige Medikamenteneinnahme
- regelmäßig geimpft und gegen Parasiten geschützt
- Berücksichtigung des individuellen Verhaltens des Hundes
- keine vorherige Bluttransfusion erhalten
Hündinnen sollten außerdem nicht läufig oder trächtig sein.
Wichtig: Die genauen Voraussetzungen können je nach Empfehlung des Tierarztes bzw. der Tierärztin leicht variieren.
Ablauf einer Blutspende beim Hund
Viele Halter fragen sich: Wie läuft eine Blutspende beim Hund eigentlich ab?
1. Untersuchung vor der Spende
Vor der ersten Spende wird Ihr Hund gründlich gecheckt:
- ausführliche Anamnese
- Allgemeinuntersuchung
- Blutuntersuchung inkl. Bestimmung der Blutgruppe und Testung auf sogenannte Reisekrankheiten
2. Die Blutspende
Die eigentliche Blutentnahme zur Spende beim Hund:
- dauert meist nur wenige Minuten
- erfolgt über eine Vene, zuvor wird der Bereich ausrasiert und gründlich desinfiziert
- wird oft ohne Sedation/Narkose durchgeführt
- es sollten maximal 10ml/kg Körpergewicht entnommen werden
Je nach Größe werden etwa 200 ml Blut entnommen.
3. Nach der Blutspende
Nach der Spende:
- darf sich Ihr Hund ausruhen
- bekommt Wasser, Futter oder eine andere Belohnung
- sollte am selben Tag geschont werden
Blutgruppen beim Hund: Das sollten Sie wissen
Auch Hunde haben unterschiedliche Blutgruppen. Das wichtigste System heißt DEA (Dog Erythrocyte Antigen).
Besonders relevant sind:
- DEA 1.1 positiv
- DEA 1.1 negativ
Hunde mit DEA 1.1 negativ gelten als Universalspender und sind besonders gefragt.
Ist Blutspenden für Hunde gefährlich?
Eine der häufigsten Fragen: Ist Blutspenden beim Hund gefährlich? Die Antwort: Für gesunde Hunde ist es in der Regel sehr sicher.
Warum?
- Es wird nur eine begrenzte Blutmenge entnommen
- Der Körper gleicht den Verlust schnell aus
- Tierärzte prüfen den Gesundheitszustand vorher genau
Seltene Nebenwirkungen können sein:
- kurzfristige Müdigkeit
- mögliche kurzfristige Kreislaufprobleme nach der Spende
- an der Punktionsstelle kann ein kleines Hämatom entstehen
- Stress bei Hunden
Wie oft darf ein Hund Blut spenden?
Ein Hund darf nicht unbegrenzt oft spenden. Zwischen zwei Blutspenden sollten mindestens drei Monate liegen und nur nach erneuter Untersuchung erfolgen. So wird sichergestellt, dass Ihr Hund gesund ist und bleibt.
Blutbanken für Hunde in Deutschland
In Deutschland gibt es in Tierkliniken oder auch an den Universitäten Blutbanken für Hunde. Allerdings ist das Angebot begrenzt. Deshalb werden Spenderhunde dringend gesucht. Viele Tierkliniken führen übrigens eigene Spenderlisten. Viele Blutspendesuchende und Besitzer von Blutspendern finden sich über Aufrufe in sozialen Netzwerken. Mittlerweile gibt es aber auch Anbieter, die in Form von Websites oder Apps zu einer schnelleren Vernetzung beitragen können: Blutspende für Hunde & Katzen – Finden Sie Hund- und Katzen-Blutspender | Palou App.
Ihr Hund kann zum Lebensretter werden
Blutspenden bei Hunden sind eine tolle Möglichkeit, anderen Tieren zu helfen. Wenn Ihr Hund gesund, groß genug und ein Besuch beim Tierarzt/der Tierärztin für ihn keine übermäßige Belastung darstellt, kann er Leben retten und anderen Hunden eine zweite Chance geben. Vielleicht wird Ihr Vierbeiner so selbst zum kleinen Helden.
FAQ: Häufige Fragen zur Blutspende beim Hund
Wie lange dauert eine Blutspende beim Hund?
Die eigentliche Entnahme dauert meist nur 5–10 Minuten. Mit den notwendigen Gesprächen und Voruntersuchungen sollte aber unbedingt ausreichend Zeit eingeplant werden.
Tut die Blutspende meinem Hund weh?
Die meisten Hunde empfinden nur einen kurzen Pieks – ähnlich wie bei einer Impfung. Nach der Spende kann im Bereich der Entnahmestelle ein kleines Hämatom entstehen, das aber in der Regel keine Probleme bereitet.
Bekomme ich eine Belohnung für die Teilnahme?
Viele Tierkliniken bieten kleine Anreize wie Futter oder kostenlose Untersuchungen. Meistens werden diese Untersuchungen vom Halter des Empfängertiers bezahlt. Dem Halter des Spendertiers entstehen keine Kosten (sofern nicht für ein eigenes anderes Tier gespendet wird). Dafür erhält man jedoch wertvolle, aktuelle Untersuchungsergebnisse.
Schon gewusst? Auch Katzen können Blut spenden. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel.





