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Chronische Niereninsuffizienz bei Katzen

Bei einer Chronischen Niereninsuffizienz haben Katzen deutlich mehr Durst.

Erste Symptome einer Chronischen Niereninsuffizienz: auffällig großer Durst.

Tagtäglich werden dem Körper viele verschiedene Stoffe zugeführt, mit denen er umgehen muss. Um gesund zu bleiben, besitzt er ein ausgeklügeltes System für die entsprechende Reinigung. Denn eine der wichtigsten Aufgaben der Nieren ist die Entgiftung des Körpers, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren. Sind die Nieren beschädigt, kann das ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben.

Verlauf einer Chronischen Niereninsuffizienz (CNI)

Bei dieser Erkrankung verschlechtert sich langsam die Funktion der Nieren und sie stellt allmählich ihre Arbeit ein. Dabei liegt eine chronische Entzündung von Nierenstrukturen zugrunde, deren Ursache häufig unklar ist. Bei einer chronischen Nierenentzündung geht immer mehr funktionsfähiges Nierengewebe verloren, das durch Bindegewebe ersetzt wird.

Symptome einer CNI frühzeitig erkennen

Katzen, die an einer CNI leiden, haben auffällig großen Durst und setzen vermehrt Urin ab. Sie haben häufig nur wenig Appetit und können auch vermehrt erbrechen. Um eine eindeutige Diagnose zu erhalten, sollten Sie mit Ihrer Katze zum Tierarzt fahren und eine Blut- sowie Harnuntersuchung vornehmen lassen. Erhöhte Harnstoff-, Kreatinin und SDMA-Werte weisen z. B. auf eine CNI hin. Auch erhöhte Phosphatwerte und niedrige Kaliumwerte im Blut sowie erhöhte Eiweißwerte im Harn können Indikatoren für versagende Nieren sein. Eine Ultraschalluntersuchung der Nieren kann ebenfalls sinnvoll sein, um deren Struktur zu beurteilen und weitere Differentialdiagnosen auszuschließen.

 


Häufig sind ältere Katzen von der CNI betroffen

Je älter eine Katze ist, desto größer wird das Risiko, an einer CNI zu erkranken. Etwa 30 bis 40 Prozent der Katzen, die älter als zehn sind, leiden an einer CNI. Allerdings geben sie oft erst sehr spät zu erkennen, dass ihnen etwas fehlt. Erst, wenn ein Großteil des Nierengewebes zerstört ist, tauchen die sichtbaren Symptome einer Niereninsuffizienz auf. Erste auffällige Symptome sind deutlich vermehrtes Trinken und in der Folge auch vermehrter Urinabsatz. Wenn Sie eine reine Wohnungskatze haben, erkennen Sie dies möglicherweise beim Reinigen des Katzenklos. Im weiteren Verlauf können oftmals Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Blutarmut, Austrocknung, Mundgeruch und ähnliche Symptome hinzukommen. Im Endstadium der Erkrankung versagt die Nierenfunktion der Katze völlig. Sie kann keinen Urin mehr produzieren und durch die fehlende Entgiftung neurologische Symptome (z. B. Krämpfe) bekommen.


Therapie-Ansätze bei einer CNI-Erkrankung

Die Chronische Niereninsuffizienz ist leider nicht heilbar, jedoch kann eine frühzeitige Therapie das Fortschreiten der Krankheit deutlich aufhalten und dem Patienten noch einige schöne, schmerzfreie Jahre schenken. Dabei gilt natürlich: Je eher die Krankheit erkannt wird, desto besser.  Daher sollten Sie etwa ab dem siebten Lebensjahr mindestens einmal jährlich die Nierenwerte (Harnstoff, Kreatinin) Ihrer Samtpfote vom Tierarzt kontrollieren lassen. Dabei sollte zusätzlich besonderes Augenmerk auf den SDMA-Wert gelegt werden. Er zeigt Nierenerkrankungen schon im frühen Stadium an, sodass die Therapie bereits begonnen werden kann, wenn Ihre Katze noch keine Beschwerden hat.

Da man heute weiß, dass die Nieren bei einer CNI durch die Zufuhr von Phosphat und Eiweiß über das Futter vermehrt belastet werden, wird mittels der frühzeitigen Therapie versucht, diese Werte niedrig zu halten, um den Zerstörungsprozess aufzuhalten bzw. zu verlangsamen. Um den Phosphatwert im Blut zu senken, greift man heutzutage auf phosphatarmes Futter und Phosphatbinder zurück. Blutdrucksenkende Medikamente sowie ebenfalls entsprechende Futtermittel-Anpassungen sorgen dafür, die Proteinwerte im Harn niedrig zu halten. 

CNI im fortgeschrittenen Stadium

Wenn eine CNI zufällig festgestellt wird (z. B bei einer Routine-Untersuchung), sollte die Katze schnellstmöglich auf entsprechendes Nierenfutter umgestellt werden und dem Tierarzt regelmäßig zur Kontrolle vorgestellt werden. Zeigt die Katze bereits deutliche Symptome einer Niereninsuffizienz, braucht sie ggf. eine Zeit lang eine intensive Therapie (Infusionen, Mittel gegen Erbrechen), dennoch sollte die Umstellung auf Nierenfutter auch in diesem Fall möglichst bald erfolgen.

Darüber hinaus sollten Blutbild, Urin und Blutdruck regelmäßig kontrolliert und die Therapie dem Krankheitsverlauf entsprechend angepasst werden. So kann Ihre geliebte Katze trotz Erkrankung das Leben noch für eine hoffentlich sehr lange Zeit gemeinsam mit Ihnen genießen.

 

 

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