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Flohzirkus im Fell: Flöhe bei Hund und Katze

Sie sind die am weitesten verbreiteten Ektoparasiten bei Haustieren: die Flöhe. Man unterscheidet über 2.000 Arten, die weltweit ihr Unwesen treiben – vor allem in der warmen Jahreszeit. Am häufigsten werden sowohl Katzen als auch Hunde vom „Katzenfloh“ geplagt. Doch wie können Sie verhindern, dass Ihr Haustier von Flöhen befallen wird? Woran erkennen Sie einen Flohbefall? Und was hilft, wenn die Plagegeister schon da sind? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um Flöhe hat Ihr Team von FINDEFIX im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Katze mit Flohbefall (pixaby.com / © Uschi Dugulin)

Katze mit Flohbefall (pixaby.com / © Uschi Dugulin)

Apropos Floh

Die braunen Parasiten werden etwa zwei Millimeter groß, können bis zu 50cm hoch springen und haben eine Lebenserwartung von bis zu anderthalb Jahren. Sie lauern entweder in der Natur oder auf anderen Wirten und springen dann auf einen neuen Wirt über. Flöhe erkennen potenzielle Wirte an der Körperwärme, dem Ausstoß von CO2 und seinen Bewegungen. Auf ihrem Wirt saugen Flöhe Blut, und zwar täglich bis zu 15 Mal mehr als sie selbst wiegen. Bei einem starken Flohbefall kann dies besonders bei kleinen Hunden, Katzen und Welpen schnell zu Blutarmut führen und ihnen damit gefährlich werden. Außerdem können Flöhe auch Bandwürmer (Gurkenkernbandwurm) übertragen. Und auch Sie sind gefährdet, denn Flöhe nutzen gern auch Menschen als Wirt und können beispielsweise die sogenannte „Katzenkratzkrankheit“ verursachen. Der Erreger wird auf Katzen übertragen und wenn die Katze anfängt sich zu kratzen, kann auch der Mensch erkranken. 
Flöhe können übrigens bis zu hundert Tage am Stück auf einem einzigen Wirt verbringen.

Vorsorge ist alles

Sie sollten Ihre Tiere regelmäßig auf diese lästigen Parasiten kontrollieren, damit sie sich bei Befall nicht in Ihrer ganzen Wohnung und dem Umfeld ausbreiten (und ggf. auch auf Sie überspringen) können. Allerdings hilft das dann nicht mehr viel, da Flöhe innerhalb kürzester Zeit viele Eier legen. Am besten eignen sich zur Prophylaxe Spot-on-Präparate oder entsprechende Tabletten, die man entweder alle vier Wochen oder alle drei Monate geben muss. In der Regel handelt es sich um Kombi-Präparate, die auch gegen Zecken und teils gegen Milben helfen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, welches Mittel für Ihr Tier am besten ist.

Sind es Flöhe?

Mit den Bissen gehen – nicht nur beim Menschen – ein enormer Juckreiz und Hautrötungen einher. Ein einziger Biss kann bei unseren Haustieren ebenfalls starke Allergien auslösen (Flohspeichel-Allergie). Ist eine solche Allergie bei Ihrem Tier bekannt, sollten Sie es ganzjährig prophylaktisch behandeln.

Flohbefall erkennen Sie bei Ihrem Haustier an Unruhe, vermehrtem Kratzen, Hautentzündungen, Haarausfall und Flohkot. Diesen können Sie mithilfe eines Flohkamms aus dem Fell Ihres Vierbeiners bürsten. Auf feuchtem Papier zerlaufen die dunklen Krümel rötlich, da es sich um unverdautes Blut handelt. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihr Tier beim Tierarzt auf Flohbefall überprüfen lassen, da das Erkennen des Befalls ggf. etwas Übung erfordert.

Flöhe adé!

Haben Sie einen Befall festgestellt, müssen Sie nicht nur Ihr Haustier und weitere Partnertiere im Haushalt, sondern auch die komplette Umgebung behandeln. Aber Achtung! Flohmittel für Hunde dürfen keinesfalls Katzen gegeben werden oder umgekehrt. Besonders für Katzen kann dies tödlich ausgehen. Ihr erster Weg sollte daher immer zum Tierarzt führen, der Ihnen ein geeignetes Präparat für Ihr Tier oder Ihre Tiere verschreibt. Außerdem ist eine Wurmkur ratsam, denn viele Flöhe tragen Würmer – beim Verschlucken eines Flohs könnte sich dieser auch bei Ihrem Vierbeiner ausbreiten. Im Anschluss sollten Sie Ihren Haushalt und insbesondere die Lieblingsplätze Ihres Tieres sorgfältig absaugen und den Beutel im Anschluss direkt wegschmeißen. Da sich die Floheier überall befinden können (Sofaritzen etc.), sollten Sie auch alle Möbel sowie Teppiche gründlich absaugen. Textilien sollten Sie zusätzlich waschen (bei mindestens 60 Grad) oder über eine längere Zeit einfrieren (mindestens 10 Tage). Wenn alles nichts hilft, sollten Sie einen Vernebler (sogenannter „Fogger“) in der Wohnung aufstellen.
Ein Bad mit sanftem, für Tiere ungefährlichem, Hautshampoo kann die Regeneration der Haut unterstützen. Fragen Sie aber bitte vorher Ihren Tierarzt nach einer entsprechenden Empfehlung, da zu häufiges Baden auch schädlich sein kann. 
Mit diesen Tipps bekommt Ihr Tier im Idealfall erst gar keine Flöhe bzw. werden Sie die lästigen Parasiten schnell wieder los, sollten sie es doch geschafft haben, Ihr Tier zu befallen – Sie und können die Zeit mit Ihrem Vierbeiner wieder unbeschwert genießen.

 

 

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