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Herzwürmer: Unsichtbare Lebensgefahr für Hunde

Wurmarten gibt es viele. Einige können sowohl Ihr Haustier als auch Sie befallen. Besonders gefährlich bei importierten Hunden oder nach Rückreisen aus dem Ausland sind die sogenannten Herzwürmer. Sie stellen eine tödliche Gefahr für Ihren Vierbeiner dar, auch deshalb, weil sie besonders schwer zu erkennen sind. Umso wichtiger also, dass Sie erfahren, welche Symptome auftreten können, wie Sie einen Befall vermeiden und wie die richtige Behandlung aussieht. Dazu hat Ihr Team von FINDEFIX alle wichtigen Tipps für Sie zusammengestellt.

Cavalier spaniel hiding under purple blanket by Anna Fotyma from Noun Project

Herzwürmer beim Hund erkennen ist nicht einfach (nounproject.com / © Anna Fotyma)

Wissenswertes zum Wurm

Es gibt viele verschiedene Arten von Würmern. Bei den Herzwürmern handelt es sich um Fadenwürmer, deren Larven durch Stiche der Stechmücke übertragen werden. Diese Mückenarten kommen bislang v.a. in wärmeren Regionen, also z.B. Südeuropa, vor. Die Mücke muss zuvor ein infiziertes Tier gestochen und über das Blut die Mikrofilarien (Larven des Wurmes) aufgenommen haben. Im Körper des nächsten gestochenen Tieres entwickeln sie sich dann zu Makrofilarien (erwachsene Larve). Sie können bis zu 30 Zentimeter lang und mehrere Jahre alt werden und können auch zu mehreren auftreten. Bei einem Befall gilt: je höher die Anzahl, desto gefährlicher der Befall. Die Würmer leben in den Organen des Wirtes, vor allem im Herzen – daher der Name. Der Befall kann schwere Funktionsstörungen des Herzens zur Folge haben, denn die Herzwürmer sitzen in den Gefäßen und Kammern, sodass der Blutstrom beeinträchtigt wird. Herzwürmer können auch den Menschen befallen, sie sind für den Parasiten jedoch ein Fehlwirt. Beim Menschen werden keine erwachsenen Larven (Makrofilarien) entwickelt, sie kapseln sich lediglich in Haut oder Organen ab. Und Sie müssen sich keine Sorgen machen: Die Infektion kann sich nicht direkt von Ihrem Haustier auf Sie übertragen, sondern nur über den Stich einer infizierten Stechmücke, die es in unseren Breitengraden bislang nicht gibt.

 

Kein Risiko eingehen

Am besten nehmen Sie Ihren Hund nicht auf Reisen ins Ausland mit, wo Herzwürmer vorkommen. In großen Teilen Afrikas, Amerikas, Südasiens, Japans und Australiens sind Herzwürmer noch immer verbreitet. Gleiches gilt für zahlreiche Gebiete in Süd- und Südosteuropa, einschließlich der Mittelmeerinseln. Auch in Mitteleuropa sind einiger der Mückenarten, die Herzwürmer übertragen können, heimisch. In der Regel sind hier allerdings die Temperaturen zu niedrig für die Weiterentwicklung des Wurms – dies könnte sich allerdings im Laufe des Klimawandels ändern.
Falls es nicht anders möglich ist und Sie Ihren Hund mitnehmen möchten, sollten Sie sich zuvor bei Ihrem Tierarzt beraten lassen. Es gibt Mittel, die einerseits vor dem Stich der Stechmücke schützen und andererseits Wurmkuren, die während und nach der Reise gegeben werden, falls doch eine Mücke gestochen und Mikrofilarien übertragen haben sollte. Zudem ist ein Moskitonetz über dem Schlafplatz des Hundes wirksam. 

Schwer zu erkennen

Aufgrund ihrer versteckten Lebensweise im Körper des Wirtes können Sie kaum erkennen, wenn Ihr Haustier von Herzwürmern befallen ist. Plötzliche Schwäche, Leistungsminderung, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust können ebenso Anzeichen für einen Befall sein wie Husten, blasse oder gelbe Schleimhäute. Zweifelsfrei festzustellen ist ein Befall nur durch Röntgenbilder, Herzultraschall  und ggf. Bluttests beim Tierarzt.

Schnell handeln

Nur in den ersten Wochen des Befalls kann die Gabe von Medikamenten noch die Entwicklung der Larve zum adulten Wurm verhindern. Daher ist es wichtig, dass Sie bei einem Verdacht möglichst schnell handeln und einen Tierarzt aufsuchen. In besonders schweren Fällen müssen die Würmer operativ entfernt werden, was natürlich besonders am Herzen mit einem hohen Risiko verbunden ist – eine Alternative dazu existiert allerdings nicht. Bleiben der Befall und die Infektion mit einer Herzwurmerkrankung unentdeckt und unbehandelt, verlaufen sie meist tödlich, denn die erwachsenen Würmer führen zu einem Gefäßverschluss, einer sog. Thromboembolie. Ergreifen Sie jedoch rechtzeitig entsprechende Maßnahmen, können Sie diese Folgen abwenden. Eine Untersuchung ist also auch für aus dem Ausland importierte Hunde (auch auf andere Reisekrankheiten) dringend anzuraten.

 

 

Kontakt

FINDEFIX - Das Haustierregister
des Deutschen Tierschutzbundes

In der Raste 10
53129 Bonn

Tel:+49 (0) 228 6049635
E-Mail:info@findefix.com

 

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. ist als gemeinnütziger Verein von der Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer freigestellt und beim Finanzamt unter der Steuernummer 205/5783/1179 registriert.

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