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Hund anschaffen – Pro und Contra

Der Wunsch nach einem eigenen Hund ist bei vielen Menschen sehr groß. Doch sollte man sich bewusst sein, dass es bei diesem Thema viele unterschiedliche Aspekte zu bedenken gibt. Diese sind oftmals mit der aktuellen Lebenssituation aber auch mit Zukunftsplänen verbunden. Da die Anschaffung eines Hundes immer auch langfristige Auswirkungen hat, empfehle ich, sich im Vorfeld intensiv mit den Pro- und Contra-Argumenten auseinanderzusetzen.

Hund anschaffen – Pro und Contra

Hund anschaffen – Pro und Contra (© shutterstock.com)

Von Daniela Rohs. Sie leitet das FINDEFIX-Team und liebt ihren Hund Marley über alles.

 

PRO – Was spricht für die Anschaffung eines Hundes?
 

Die positiven Aspekte für einen Hundehalter

Hunde sind aufgrund ihrer Sozialstruktur, die der unsrigen sehr ähnlich ist, in der Lage, sehr schnell und lang anhaltende Beziehungen zu Menschen aufzubauen. Deshalb wird der Hund in der Regel als treuer Begleiter, Partner und sogar als (bester) Freund empfunden. Dementsprechend kann ein Hund – ähnlich wie ein menschlicher Freund – Trost spenden, dabei helfen, Stress abzubauen oder einfach Gesellschaft leisten.

 

Einen Hund im Haus zu haben, kann zudem auch das allgemeine Sicherheitsgefühl erhöhen. Auch wenn sicherlich nicht jeder Hund dazu geeignet ist, seine menschlichen Besitzer wirksam zu verteidigen, reicht die pure Anwesenheit und natürlich auch lautes Bellen in vielen Situationen schon aus, um ungebetene Gäste abzuschrecken.

 

In jedem Fall kommt das Zusammenleben mit einem Vierbeiner Ihrer allgemeinen Fitness zugute. Regelmäßiges Gassigehen bei jeder Wetterlage und der grundsätzliche Spiel- und Bewegungsdrang eines Hundes werden sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken (verschiedene Studien belegen eine Verbesserung von Blutdruck und Herzfrequenz nach der Anschaffung eines Hundes). Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass Sie auf Ihren Hunderunden viele Menschen treffen und kennenlernen werden. Grundsätzlich ist ein Hund oft ein Anknüpfungsgrund für ein Gespräch und eröffnet somit viele neue Sozialkontakte.

 

In der Familie kann ein Hund weitere positive Effekte auslösen. Besonders für Kinder kann der Alltag mit einem Haustier sehr lehrreich sein. Zum einen wird durch das Übernehmen bestimmter Aufgaben – wie Füttern, gemeinsame Spaziergänge etc. – das Verantwortungsbewusstsein gefördert, zum anderen lernen Kinder auch durch den Umgang mit dem Hund und dessen Reaktionen viel für das eigene Sozialverhalten.

 

Aufgrund seines Naturells und seiner Eigenschaften ist der Hund ein ideales Haustier

Es liegt in der Natur des Hundes, sich zu bewegen und zu spielen. Darüber hinaus sind die meisten Exemplare zudem sehr lernbegeistert. Diese Voraussetzungen führen dazu, dass die Halter von Hunden immer wieder gefordert und zur Aktivität animiert werden. Dadurch eignen sich Hunde – natürlich je nach Alter und körperlicher Verfassung – auch hervorragend als Begleiter bei Ihren üblichen regelmäßigen Sportaktivitäten, besonders bei Ausdauersportarten wie Joggen, Wandern,  Fahrradfahren etc.


Da Hunde als im Sozialverband lebende Tiere Regeln benötigen und aus den Konsequenzen ihres Verhaltens lernen, lassen sie sich im Normalfall gut und nachhaltig erziehen. Außerdem kann man feststellen, dass Hunde im Zuge der Domestikation von Grund auf dem Menschen zugetan sind. Sie mögen und suchen den Kontakt zu ihren Bezugspersonen. Diese Umstände sind ideale Voraussetzungen, wenn Sie zum Beispiel nach einem passenden Haustier für eine Familie mit Kindern suchen. Gleiches kann aber auch für Berufstätige gelten. Denn gut erzogene Hunde lassen sich, wenn Arbeitsumfeld und Arbeitgeber mitspielen, in vielen Fällen recht unproblematisch in den Arbeitsalltag integrieren.  

 

Eine weitere angenehme Eigenschaft des Hundes ist, dass es in seiner Natur liegt, neugierig und interessiert seiner Umgebung zu begegnen. So vermitteln Hunde oft eine positive Ausstrahlung und sorgen in ihrem Umfeld für gute Stimmung.
 

 

Durch die Anschaffung eines Hundes einem Tier ein besseres Leben ermöglichen

Man sollte bei seinen Überlegungen miteinbeziehen, dass es viele Tiere gibt, die unter schlechten Bedingungen aufgewachsen oder gehalten wurden. Viele dieser Tiere landen irgendwann in Auffangstationen oder Tierheimen. Sicherlich geht es ihnen dort schon um einiges besser. Doch gerade diese Tiere verdienen ganz besonders aufgrund ihrer Vorgeschichten ein schönes und beschütztes Leben. Insofern kann man durch die Anschaffung eines Hundes nicht nur sich selbst einen Wunsch erfüllen, sondern gleichzeitig auch noch etwas Gutes tun.

 

 

 

CONTRA – Welche Argumente sprechen gegen die Anschaffung eines Hundes?

 

Hunde beanspruchen Zeit

An einem Punkt kommt man nicht vorbei: Ein Hund beansprucht Zeit. Und diese Zeit sollte ein Halter bereit und in der Lage sein, regelmäßig aufzubringen.

Hunde brauchen Zeit für Bewegung (unterschiedlich nach Alter, Größe und Rasse), für ihre Sozialkontakte zu anderen Hunden und Menschen sowie für die regelmäßige Pflege. Es gilt die Regel, dass Hunde nicht länger als einen halben Tag am Stück alleine bleiben sollten. Ebenso muss man einplanen, dass Hunde kontinuierlich beschäftigt und erzogen werden müssen. Egal, ob Sie dafür eine Hundeschule besuchen oder die Erziehung Ihres Vierbeiners in die eigenen Hände nehmen wollen, beides wird einige Zeit beanspruchen.

 

Das Leben mit einem Haustier kann Einschränkungen bedeuten

Auch wenn Hunde gerne mit ihren Menschen unterwegs sind, gibt es doch Situationen, in denen Hunde nicht erwünscht sind. Bei Freizeitaktivitäten wie Kino-, Theater- oder Museumsbesuchen ist die Mitnahme von Hunden ebenso verboten wie bei vielen Sportveranstaltungen. Bei Besuchen in öffentlichen Einrichtungen darf Sie Ihr Hund in der Regel auch nicht begleiten.

 

Ein weiteres Thema ist der gemeinsame Urlaub. Auch wenn es viele tolle Urlaubsmöglichkeiten für Mensch und Hund gibt, muss man sich bei der Urlaubsplanung doch ganz klar nach den Möglichkeiten, Angeboten und Vorschriften für Haustiere richten: Ist das Urlaubsland generell geeignet? Gibt es Einreisevorschriften? Dürfen Hunde in die Unterkunft? Dürfen sie an den Strand? Ist die Anreise für Hunde geeignet? Muss das Tier womöglich im Frachtraum eines Fliegers mitreisen? Wenn man seine Urlaubspläne partout nicht einschränken möchte, bleibt noch als Alternative, daheim eine geeignete Ferienbetreuung für den Hund zu suchen.

 

 

Unangenehme Nebeneffekte: Schmutz und Gerüche

Auch über diesen Punkt muss man sich im Klaren sein. Hunde, oder besser gesagt, das Leben mit Hunden, beinhaltet – neben vielen Vorteilen – auch Unannehmlichkeiten, beispielsweise mehr Schmutz und unangenehme Gerüche.

Es geht los mit Gassigehen und Kot einsammeln. Nach dem Spaziergang bei Schmuddelwetter kann es passieren, dass der Hund seine Spuren im Auto und im Haus hinterlässt. Hinzu kommt, dass die meisten Hunde haaren und auch das Füttern oftmals von für den Menschen unangenehmen Gerüchen begleitet ist. Im Grunde ist es bei einigen Nebeneffekten ein wenig so wie mit Kindern. Nur mit dem Unterschied, dass es sich bei Hunden über die Lebensdauer nicht entscheidend verändert.

 

 

Ein Hund erzeugt Kosten

Dieser Aspekt ist nicht überraschend. Trotzdem sollte man für sich selbst eine grobe Kostenrechnung aufstellen und dabei die individuellen Wünsche und Ansprüche berücksichtigen. Denn bei vielen Einzelpositionen sind größere Unterschiede zu erwarten. So wirken sich verschiedene Punkte wie Größe, Alter und Rasse, aber auch die Frage, wo das Tier erworben werden soll (Tierheim oder Züchter) und die Wahl des Zubehörs, sehr deutlich auf die Höhe der einzelnen Preise aus.

Für die Zusammenstellung Ihrer eigenen Kalkulation hilft Ihnen unser Artikel: Was kostet ein Hund?

 

Gibt es gesundheitliche Gründe, die gegen einen Anschaffung sprechen?

Bei dieser Frage geht es in erster Linie um bereits bekannte Vorerkrankungen wie z. B.
Tierhaarallergien. In der Regel wurden diese bei Erwachsenen bereits diagnostiziert. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie diese vorsichtshalber testen lassen.

Ein weiterer Aspekt kann aber auch Ihr allgemeiner Gesundheitszustand sein. Wie bereits erwähnt, benötigen Hunde Zeit und aktive Zuwendung. Wenn Sie unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden, müssen Sie also abwägen, ob Sie in der Lage sind, diesen Aufgaben nachzukommen (oder wie Sie es ggf. zusammen mit anderen Personen organisieren können). Bedenken Sie auch, dass unvorhergesehene Erkrankungen immer auftreten könnten, daher sollten Sie vorsichtshalber eine Betreuungsmöglichkeit für den akuten Notfall mit Ihrer Familie oder Freunden besprechen.

In diesem Zusammenhang sollte man bei seinen Überlegungen immer auch die Lebensdauer eines Hundes (10 bis 14 Jahre) berücksichtigen.

 

Fazit

Wir haben Ihnen nun die wesentlichen Argumente, die für und gegen die Anschaffung eines Hundes sprechen, vorgestellt. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich ein wenig Zeit nehmen und anhand der verschiedenen Argumente eine bewusste und somit nachhaltige Entscheidung treffen. Aus unserer Sicht handelt es sich um eine sehr wichtige Frage, die eine wesentliche Auswirkung auf Ihr Leben und das Leben eines Tieres hat.

 

 

 

Wenn Sie sich letztendlich für die Anschaffung entscheiden, empfehlen wir natürlich einen Hund aus dem Tierheim. Aber wie auch immer. Wir werden Sie sehr gerne bei allen weiteren Fragen unterstützen.   

 

Und immer daran denken. Sobald Ihr neues Familienmitglied eingezogen ist, sollten Sie es schnellstmöglich mit einem Mikrochip kennzeichnen lassen und bei FINDEFIX registrieren.

 

 

Kontakt

FINDEFIX - Das Haustierregister
des Deutschen Tierschutzbundes

In der Raste 10
53129 Bonn

Tel:+49 (0) 228 6049635
Fax:+49 (0) 228 6049642
E-Mail:info@findefix.com

 

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