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Hund anschaffen – Pro und Contra

Der Wunsch nach einem eigenen Hund ist bei vielen Menschen sehr groß. Doch sollte man sich bewusst sein, dass es bei diesem Thema viele unterschiedliche Aspekte zu bedenken gibt. Diese sind oftmals mit der aktuellen Lebenssituation aber auch mit Zukunftsplänen verbunden. Da die Anschaffung eines Hundes immer auch langfristige Auswirkungen hat, empfehle ich, sich im Vorfeld intensiv mit den Pro- und Contra-Argumenten auseinanderzusetzen.

Hund anschaffen – Pro und Contra

Hund anschaffen – Pro und Contra (© shutterstock.com)

Von Daniela Rohs. Sie leitet das FINDEFIX-Team und liebt ihren Hund Marley über alles.

Verzweifelte Suche

Was dann folgte, ist wohl der schlimmste Albtraum eines jeden Tierliebhabers: Hoffen, Bangen und die verzweifelte Suche nach dem geliebten Kater. Familie Klenovsky unternahm alles Menschenmögliche, um ihren Simba wiederzufinden. „Wir haben Plakate aufgehängt, Nachbarn angesprochen und überall angerufen: bei Tierheimen, Tierpensionen, Tierkliniken und sogar bei der Müllabfuhr.“ Ohne Erfolg. Die Gedanken daran, was dem verschwundenen Familienmitglied zugestoßen sein könnte, quälten die Familie Tag und Nacht. Bisher war der Kater immer wieder von seinen Aufenthalten im Freien zurück ins Haus gekommen. Als Grund für das Verschwinden zogen die Klenovskys irgendwann sogar einen Greifvogel in Betracht – anders konnten sie es sich einfach nicht erklären.  

Mit jedem Tag, den Simba verschwunden blieb, schwand allmählich die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Denn zum Zeitpunkt seines Verschwindens herrschte eine große Hitze und zeitweise sogar Dürre in der Region, die er ohne Wasserquelle wohl kaum überleben würde. Irgendwann nahm Famile Klenovsky zwei neue, ältere Katzen aus dem Tierschutz bei sich auf. Niemand rechnete mehr damit, dass Simba wieder auftauchen würde.

 

 

Überraschende Wende

Doch dann passierte das Unfassbare: eine Landwirtin, die wenige Kilometer von Simbas Heimat einen Hof betreibt, bemerkte, dass sich eine Katze in ihrem Stall niedergelassen hatte. Dort stellte sie abends immer Futter für die Igel auf. Der Katze gefiel es offenbar bei ihr und blieb – also entschloss sie sich, ihm das aufbewahrte Zubehör ihrer verstorbenen Katze zur Verfügung zu stellen und mit ihm zum Tierarzt zu fahren. Dieser prüfte, ob das Tier gechippt ist. Und siehe da: Die Katze war mit einem Chip gekennzeichnet und bei FINDEFIX registriert. So war schnell klar: Es ist Simba!

Dank der bei FINDEFIX hinterlegten Kontaktdaten der Klenovskys konnten sie sofort benachrichtigt werden. Am 17. Februar 2020 fuhren sie zu dem etwa 4,5 Kilometer entfernten Hof, auf dem Simba sich zuletzt aufhielt. Frau Klenovsky erzählt vom bewegenden Wiedersehen: „Als ich ihn gerufen habe, kam er sofort auf mich zugerannt und ist mir um die Beine gelaufen. Ich bin mir sicher, dass er mich erkannt hat.“ Ein paar Schwierigkeiten gab es zwar beim Einfangen, doch schlussendlich zählt nur eins: Dank der eindeutigen Zuordnung über FINDEFIX konnten sie ihren Simba schließlich nach Hause holen – nach ziemlich genau acht Monaten quälender Ungewissheit.

 

 

Fassungslos und glücklich

Frau Klenovsky fällt dafür nur eine Beschreibung ein: „Das ist wirklich ein Wunder, was da passiert ist.“ Die Familie sei nun endlich wieder vollständig. Wie Simba die unerträgliche Hitze des Sommers 2019 überlebte und welche Wege er zurücklegte, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Es ist erstaunlich, dass er überhaupt auf dem Hof ankam, wo er von der Landwirtin versorgt wurde – denn in unmittelbarer Nähe befindet sich eine stark befahrene Bundesstraße. Doch irgendwie hat der clevere Simba es geschafft. Und dank der Pflege der Landwirtin ist er nicht abgemagert, „nur sehr müde“, so Frau Klenovsky. Natürlich war auch die Zusammenführung mit den beiden neuen Katzen nicht leicht, vor allem, weil Simba als imposanter Kater „früher immer der Bestimmer war“, wie Frau Klenovsky berichtet. „Aber mittlerweile fauchen sie sich nicht mehr gegenseitig an.“ Die anderen Katzen hat die Familie übrigens auch chippen und registrieren lassen. Frau Klenovsky betont: „Da sieht man wieder einmal, wieso es wichtig ist, auch Katzen zu registrieren.“ Denn ohne die Verknüpfung mit den bei FINDEFIX hinterlegten Daten hätten die Klenovskys wohl nie erfahren, was mit ihrem Simba passiert ist – und ihn nicht wieder in ihre Arme schließen können.

 

 

FINDEFIX-Geschichten über herzergreifende Suchen mit Happy End

Auch Sie haben ein geliebtes Haustier? Zögern Sie nicht und lassen Sie es bei FINDEFIX registrieren. Erhöhen Sie die Chance, Ihr geliebtes Haustier wiederzufinden und eine lange Suche zu vermeiden. Durch unsere Möglichkeiten, Suchen auch auf den verschiedensten Portalen wie z. B. Facebook zu teilen und zu verbreiten, erhöhen wir deutlich die Chance auf ein glückliches Wiedersehen. Auch die mehr als 740 uns angeschlossenen Tierschutzvereine mit rund 550 vereinseigenen Tierheimen bieten uns ein deutschlandweites Kommunikationsnetzwerk, das im Fall der Fälle zur schnellen Rückführung von vermissten Tieren beiträgt.

 
Sie kennen auch eine Geschichte eines vermissten Tieres mit Happy End oder haben selbst etwas Ähnliches erlebt? Teilen Sie sie gerne mit uns und melden Sie sich unter info@findefix.com.

Aufgrund seines Naturells und seiner Eigenschaften ist der Hund ein ideales Haustier

Es liegt in der Natur des Hundes, sich zu bewegen und zu spielen. Darüber hinaus sind die meisten Exemplare zudem sehr lernbegeistert. Diese Voraussetzungen führen dazu, dass die Halter von Hunden immer wieder gefordert und zur Aktivität animiert werden. Dadurch eignen sich Hunde – natürlich je nach Alter und körperlicher Verfassung – auch hervorragend als Begleiter bei Ihren üblichen regelmäßigen Sportaktivitäten, besonders bei Ausdauersportarten wie Joggen, Wandern,  Fahrradfahren etc.


Da Hunde als im Sozialverband lebende Tiere Regeln benötigen und aus den Konsequenzen ihres Verhaltens lernen, lassen sie sich im Normalfall gut und nachhaltig erziehen. Außerdem kann man feststellen, dass Hunde im Zuge der Domestikation von Grund auf dem Menschen zugetan sind. Sie mögen und suchen den Kontakt zu ihren Bezugspersonen. Diese Umstände sind ideale Voraussetzungen, wenn Sie zum Beispiel nach einem passenden Haustier für eine Familie mit Kindern suchen. Gleiches kann aber auch für Berufstätige gelten. Denn gut erzogene Hunde lassen sich, wenn Arbeitsumfeld und Arbeitgeber mitspielen, in vielen Fällen recht unproblematisch in den Arbeitsalltag integrieren.  

 

Eine weitere angenehme Eigenschaft des Hundes ist, dass es in seiner Natur liegt, neugierig und interessiert seiner Umgebung zu begegnen. So vermitteln Hunde oft eine positive Ausstrahlung und sorgen in ihrem Umfeld für gute Stimmung.
 

 

Durch die Anschaffung eines Hundes einem Tier ein besseres Leben ermöglichen

Man sollte bei seinen Überlegungen miteinbeziehen, dass es viele Tiere gibt, die unter schlechten Bedingungen aufgewachsen oder gehalten wurden. Viele dieser Tiere landen irgendwann in Auffangstationen oder Tierheimen. Sicherlich geht es ihnen dort schon um einiges besser. Doch gerade diese Tiere verdienen ganz besonders aufgrund ihrer Vorgeschichten ein schönes und beschütztes Leben. Insofern kann man durch die Anschaffung eines Hundes nicht nur sich selbst einen Wunsch erfüllen, sondern gleichzeitig auch noch etwas Gutes tun.

 

 

 

CONTRA – Welche Argumente sprechen gegen die Anschaffung eines Hundes?

 

Hunde beanspruchen Zeit

An einem Punkt kommt man nicht vorbei: Ein Hund beansprucht Zeit. Und diese Zeit sollte ein Halter bereit und in der Lage sein, regelmäßig aufzubringen.

Hunde brauchen Zeit für Bewegung (unterschiedlich nach Alter, Größe und Rasse), für ihre Sozialkontakte zu anderen Hunden und Menschen sowie für die regelmäßige Pflege. Es gilt die Regel, dass Hunde nicht länger als einen halben Tag am Stück alleine bleiben sollten. Ebenso muss man einplanen, dass Hunde kontinuierlich beschäftigt und erzogen werden müssen. Egal, ob Sie dafür eine Hundeschule besuchen oder die Erziehung Ihres Vierbeiners in die eigenen Hände nehmen wollen, beides wird einige Zeit beanspruchen.

 

Das Leben mit einem Haustier kann Einschränkungen bedeuten

Auch wenn Hunde gerne mit ihren Menschen unterwegs sind, gibt es doch Situationen, in denen Hunde nicht erwünscht sind. Bei Freizeitaktivitäten wie Kino-, Theater- oder Museumsbesuchen ist die Mitnahme von Hunden ebenso verboten wie bei vielen Sportveranstaltungen. Bei Besuchen in öffentlichen Einrichtungen darf Sie Ihr Hund in der Regel auch nicht begleiten.

 

Ein weiteres Thema ist der gemeinsame Urlaub. Auch wenn es viele tolle Urlaubsmöglichkeiten für Mensch und Hund gibt, muss man sich bei der Urlaubsplanung doch ganz klar nach den Möglichkeiten, Angeboten und Vorschriften für Haustiere richten: Ist das Urlaubsland generell geeignet? Gibt es Einreisevorschriften? Dürfen Hunde in die Unterkunft? Dürfen sie an den Strand? Ist die Anreise für Hunde geeignet? Muss das Tier womöglich im Frachtraum eines Fliegers mitreisen? Wenn man seine Urlaubspläne partout nicht einschränken möchte, bleibt noch als Alternative, daheim eine geeignete Ferienbetreuung für den Hund zu suchen.

 

 

Unangenehme Nebeneffekte: Schmutz und Gerüche

Auch über diesen Punkt muss man sich im Klaren sein. Hunde, oder besser gesagt, das Leben mit Hunden, beinhaltet – neben vielen Vorteilen – auch Unannehmlichkeiten, beispielsweise mehr Schmutz und unangenehme Gerüche.

Es geht los mit Gassigehen und Kot einsammeln. Nach dem Spaziergang bei Schmuddelwetter kann es passieren, dass der Hund seine Spuren im Auto und im Haus hinterlässt. Hinzu kommt, dass die meisten Hunde haaren und auch das Füttern oftmals von für den Menschen unangenehmen Gerüchen begleitet ist. Im Grunde ist es bei einigen Nebeneffekten ein wenig so wie mit Kindern. Nur mit dem Unterschied, dass es sich bei Hunden über die Lebensdauer nicht entscheidend verändert.

 

 

Ein Hund erzeugt Kosten

Dieser Aspekt ist nicht überraschend. Trotzdem sollte man für sich selbst eine grobe Kostenrechnung aufstellen und dabei die individuellen Wünsche und Ansprüche berücksichtigen. Denn bei vielen Einzelpositionen sind größere Unterschiede zu erwarten. So wirken sich verschiedene Punkte wie Größe, Alter und Rasse, aber auch die Frage, wo das Tier erworben werden soll (Tierheim oder Züchter) und die Wahl des Zubehörs, sehr deutlich auf die Höhe der einzelnen Preise aus.

Für die Zusammenstellung Ihrer eigenen Kalkulation hilft Ihnen unser Artikel: Was kostet ein Hund?

 

Gibt es gesundheitliche Gründe, die gegen einen Anschaffung sprechen?

Bei dieser Frage geht es in erster Linie um bereits bekannte Vorerkrankungen wie z. B.
Tierhaarallergien. In der Regel wurden diese bei Erwachsenen bereits diagnostiziert. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie diese vorsichtshalber testen lassen.

Ein weiterer Aspekt kann aber auch Ihr allgemeiner Gesundheitszustand sein. Wie bereits erwähnt, benötigen Hunde Zeit und aktive Zuwendung. Wenn Sie unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden, müssen Sie also abwägen, ob Sie in der Lage sind, diesen Aufgaben nachzukommen (oder wie Sie es ggf. zusammen mit anderen Personen organisieren können). Bedenken Sie auch, dass unvorhergesehene Erkrankungen immer auftreten könnten, daher sollten Sie vorsichtshalber eine Betreuungsmöglichkeit für den akuten Notfall mit Ihrer Familie oder Freunden besprechen.

In diesem Zusammenhang sollte man bei seinen Überlegungen immer auch die Lebensdauer eines Hundes (10 bis 14 Jahre) berücksichtigen.

 

Fazit

Wir haben Ihnen nun die wesentlichen Argumente, die für und gegen die Anschaffung eines Hundes sprechen, vorgestellt. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich ein wenig Zeit nehmen und anhand der verschiedenen Argumente eine bewusste und somit nachhaltige Entscheidung treffen. Aus unserer Sicht handelt es sich um eine sehr wichtige Frage, die eine wesentliche Auswirkung auf Ihr Leben und das Leben eines Tieres hat.

 

 

 

Wenn Sie sich letztendlich für die Anschaffung entscheiden, empfehlen wir natürlich einen Hund aus dem Tierheim. Aber wie auch immer. Wir werden Sie sehr gerne bei allen weiteren Fragen unterstützen.   

 

Und immer daran denken. Sobald Ihr neues Familienmitglied eingezogen ist, sollten Sie es schnellstmöglich mit einem Mikrochip kennzeichnen lassen und bei FINDEFIX registrieren.

 

 

Kontakt

FINDEFIX - Das Haustierregister
des Deutschen Tierschutzbundes

In der Raste 10
53129 Bonn

Tel:+49 (0) 228 6049635
Fax:+49 (0) 228 6049642
E-Mail:info@findefix.com

 

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. ist als gemeinnütziger Verein von der Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer freigestellt und beim Finanzamt unter der Steuernummer 205/5783/1179 registriert.

© 2018 FINDEFIX - Das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes

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