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Ist da der Wurm drin? Wurmbefall beim Haustier

Würmer – ein unschönes Thema. Denn die Endoparasiten können nicht nur Ihrem Haustier, sondern auch Ihnen gefährlich werden. Aber keine Sorge: Mit den Tipps von FINDEFIX erfahren Sie, wie Sie einen Wurmbefall bei Ihrem Vierbeiner möglichst schnell erkennen, ausmerzen und zukünftigen Befall vermeiden.

Katze mit Wurmbefall (istockphoto.com / © Todorean Gabriel)

Katze mit Wurmbefall (istockphoto.com / © Todorean Gabriel)

Zum Wurm

Würmer leben im Gegensatz zu anderen Parasiten wie Zecken, Flöhen oder Milben nicht auf, sondern im Körper ihres Wirtes. Sie entwickeln sich über mehrere Larvenstadien vom Ei bis zum adulten Wurm. Häufig leben sie im Darmtrakt des Wirtes, es gibt aber auch Würmer, die sich z. B. im Bereich der Lunge oder des Herzens manifestieren (Lungen-, Blasen- oder Herzwürmer). Die Aufnahme von Würmern erfolgt entweder über die Nahrung (z. B. Beutetiere mit Larven) oder den Kontakt mit Kot von infizierten Tieren. Die für Ihr Haustier und Sie gefährlichen Wurmarten des Magen-Darm-Traktes sind unter anderem Spul-, Haken- und Bandwürmer.

Unheil im Voraus abwenden

Um Ihr Tier und auch sich selbst und Ihre Familie vor einem Wurmbefall zu schützen, ist es besonders wichtig, Ihrem Haustier regelmäßig Wurmkuren vom Tierarzt zu verabreichen. Wichtig zu wissen ist, dass eine Wurmkur – anders als viele Präparate gegen Ektoparasiten – nicht vorbeugend wirkt, sondern durch eine Wurmkur nur die Würmer eliminiert werden, die sich gerade im Tier befinden. Theoretisch kann sich ein Tier also am nächsten Tag wieder mit Würmern infizieren. Daher ist es wichtig, je nach Lebenssituation des Tieres (viel im Wald, jagt gern Mäuse, Kinder im Haus, etc.) das individuell passende Entwurmungsintervall (ESCCAP-Empfehlungen) mit dem Tierarzt zu besprechen; in der Regel sollte eine Wurmkur ca. alle 3 Monate erfolgen. Wenn Sie nicht „auf Verdacht“ entwurmen möchten, ist es ebenfalls möglich, in regelmäßigen Abständen den Kot Ihres Tieres beim Tierarzt auf Würmer untersuchen zu lassen und nur bei Bedarf zu entwurmen – allerdings kann bei der Untersuchung einer Kotprobe bei einem negativen Ergebnis ein Wurmbefall nicht ganz sicher ausgeschlossen werden.

Versteckte Gefahr

Da die Würmer sich hauptsächlich im Körper des Wirtes aufhalten, können Sie den Befall selten mit bloßem Auge erkennen (selten sind ausgewachsene Würmer oder Wurmteile im Kot sichtbar). Ein schlechter Allgemeinzustand (z. B. Abmagerung, mattes Fell, bei Welpen häufig aufgetriebener Bauch) kann auf einen Wurmbefall hindeuten. Auch Magen-Darm-Probleme wie Durchfall und Erbrechen können Symptome sein. Dies gilt für den Befall durch Magen-Darm-Würmer. Lungen- oder Herzwürmer verursachen hingegen Atemwegsprobleme. Die letzte Gewissheit kann Ihnen nur der Tierarzt geben, indem er Kotproben Ihres Haustieres untersucht.

Weg mit dem Wurm

Durch eine Kotuntersuchung kann Ihr Tierarzt die Art des Wurmbefalls feststellen und so das geeignete Mittel zur Behandlung ermitteln, das Ihrem Haustier verabreicht wird. Oft werden aber einfach Präparate gegeben, die möglichst gegen alle Würmer wirken; dies gilt vor allem, wenn man regelmäßig entwurmt, ohne jedes Mal routinemäßig eine Kotuntersuchung zu machen. Sie sollten unter keinen Umständen auf Hausmittel bei der Behandlung von Würmern vertrauen – schließlich bedrohen Würmer nicht nur die Gesundheit Ihres Tieres, sondern auch Ihre eigene. Wird Wurmbefall allerdings rechtzeitig erkannt, dementsprechend behandelt und erneutem Befall durch angemessene Maßnahmen vorgebeugt, sind Sie den unliebsamen Gast schon bald wieder los.

 

 

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