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Mischling oder Zucht? Der Charakter zählt

Es gibt aktuell etwa 350 vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannte Hunderassen. Doch daneben gibt es noch ungezählte Kreuzungen und Mischlinge – und die sind mindestens genauso liebenswert. Denn welcher Rasse ein Hund angehört, ist eher zweitrangig. Wichtig ist, dass er vom Wesen zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt. Und oft können Sie mit der Aufnahme eines Mischlingshundes auch Gutes tun, denn viele von ihnen warten in den Tierheimen auf ein gutes Zuhause. Doch um Mischlinge ranken sich auch Mythen, zum Beispiel die, dass sie gesünder und robuster als Rassehunde seien und eine längere Lebenserwartung hätten. Stimmt das? Diese und weitere Fragen möchten wir für Sie klären. Daher hat Ihr Team von FINDEFIX im Folgenden alle relevanten Informationen rund um Mischlingshunde gesammelt.

Mischling oder Rassehund? (istockphoto.com / © Ksenia Raykova)

Mischling oder Rassehund? (istockphoto.com / © Ksenia Raykova)

Rassehunde kann man kalkulieren – oder?

Der wesentlichste Unterschied zwischen Mischlings- und Rassehunden ist wohl der, dass man beim Hund einer bestimmten Rasse zumindest ungefähr vorhersehen kann, wie er sich vom Welpen- bis zum Erwachsenenalter entwickeln wird. Denn jeder Rasse liegen bestimmte optische Standards zugrunde, auf deren Einhaltung die Züchter bedacht sind. So kann man beispielsweise gut abschätzen, wie groß und schwer ein solcher Hund einmal wird, wenn man ihn von klein auf hat. Außerdem hatten die meisten Rassen eine konkrete Aufgabe. Der Australian Shepherd wurde zum Beispiel als Hütehund eingesetzt und hat sich die Veranlagung für diese Fähigkeit, seine Intelligenz, Agilität und starken Arbeitswillen bis heute erhalten. Bei einem Hund dieser Rasse können Sie also davon ausgehen, dass er viel Bewegung und mentale Forder-, aber ebenso Förderung benötigt und schauen, ob dies mit Ihrem Leben zu vereinbaren ist.

 

Das bedeutet allerdings nicht, dass es auch bei Rassehunden Ausnahmen gibt oder jeder Hund einer bestimmten Rasse gleich ist. Ganz im Gegenteil: Auch innerhalb einer Rasse gibt es etliche unterschiedliche Charakterzüge. Hunde sind eben Individuen. Aber bei Rassehunden kann man zumindest von einer ähnlichen Grundveranlagung ausgehen. Wie sich der Hund im Einzelnen verhält und ob er zu Ihnen passt, müssen Sie selbst herausfinden. Mehr dazu in unserem Artikel: Welcher Hund passt zu mir?

 

Nicht zwangsläufig eine Überraschung

Bei Mischlingshunden ist es hingegen etwas schwieriger, abzuschätzen, was aus einem Welpen wird, denn oftmals sind nicht einmal die Eltern bekannt. Doch das macht Mischlingshunde noch lange nicht zu unkalkulierbaren Promenadenmischungen. Es bedeutet nur, dass man sich hier noch etwas weniger als bei Rassehunden darauf verlassen kann, dass der Hund gewisse Eigenschaften hat oder noch ausprägen wird. Nichtsdestotrotz – oder gerade deswegen – kann ein Mischlingshund der perfekte Begleiter für Sie sein. Denn wenn Sie den Hund vor der Anschaffung kennenlernen, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch keine bösen Überraschungen erleben. Nehmen Sie einen Mischlingshund aus dem Tierschutz auf, wo sie am häufigsten zu finden sind, können Ihnen beispielsweise die Mitarbeiter des Tierheims Informationen zu seiner Vorgeschichte und seinem Verhalten geben. Ein Mischling ist also genau die richtige Wahl, wenn Sie aus einer nahezu grenzenlosen Vielfalt den Hund finden möchten, der optimal zu Ihnen passt – denn es gibt etliche Kombinationen. Und eine davon ist vielleicht der perfekte Begleiter für Sie.

 

Wer ist gesünder?

Dass Mischlinge länger leben, ist eine weit verbreitete Aussage, die nur teilweise wahr ist. Denn natürlich kann ein Mischlingshund genauso krank werden wie ein Rassehund. Die Wahrheit liegt allerdings darin, dass Mischlinge natürlich seltener Anfälligkeiten oder Veranlagungen für bestimmte erbliche Krankheiten haben. So treten bei kurznasigen Hunden (z.B. dem Mops oder der Französischen Bulldogge) oft Atembeschwerden auf und ein Schäferhund trägt häufig ein höheres Risiko in sich, an einer Hüftdysplasie zu erkranken. Dadurch, dass bei einem Mischling verschiedene Rassen gekreuzt werden, erweitert sich der Genpool – und das Risiko für derartige Krankheiten minimiert sich. Darin liegt auch der Grund für die ihnen ebenso oft nachgesagte Robustheit. Sie sind im Allgemeinen weniger anfällig. Aber natürlich können auch Rassehunde ein langes, gesundes Leben führen, sofern sie aus einer verantwortungsbewussten Zucht kommen.

 

Das Herz entscheidet

Wenn Sie sich für ein neues Familienmitglied entscheiden, sollten Sie sich dabei nicht nur auf rationale Fakten verlassen, sondern auch auf Ihr Bauchgefühl. Ob nun ein Rassehund oder ein Mischling besser zu Ihnen passt, ist eine Frage des eigenen Geschmacks und vor allem des Herzens. Vielleicht wollten Sie immer einen Rassehund, finden dann aber einen vierbeinigen Partner, der keiner bestimmten Rasse angehört – oder umgekehrt. So oder so ist ohnehin am wichtigsten, dass Sie beide zusammenpassen und eine wunderbare Zeit zusammen verbringen.

 

 

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