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Ständiger Fellwechsel bei Hund und Katze – was steckt dahinter und wie können Sie helfen?

Viele Hunde- und Katzenhalter stellen aktuell fest: Der Fellwechsel will einfach kein Ende nehmen. Überall Haare, verfilztes Fell, und das trotz Bürsten und Kämmen. Was steckt dahinter? Und wie können Sie Ihren Vierbeiner bestmöglich unterstützen?
Warum haaren Hunde und Katzen dieses Jahr besonders stark?
Der Fellwechsel bei Hund und Katze wird von der Epiphyse (Zirbeldrüse) gesteuert. In Abhängigkeit der Tageslichtlänge wird unterschiedlich viel Melatonin, ein Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus und auch den Fellwechsel reguliert, ausgeschüttet. Aber auch die Umgebungstemperatur beeinflusst den Fellwechsel.Normalerweise sorgt der Übergang von Winter zu Frühling (und später von Sommer zu Herbst) für einen klaren Zeitpunkt, an dem das Fell gewechselt wird.
Doch in diesem Jahr bringt das wechselhafte Wetter mit ständig schwankenden Temperaturen und unklaren Lichtverhältnissen den Biorhythmus unserer Haustiere aus dem Gleichgewicht. Die Folge: Hunde und Katzen befinden sich immer wieder im Fellwechsel – sie haaren überdurchschnittlich stark und langanhaltend. Besonders Hunde und Freigängerkatzen sind betroffen.
So können Sie Ihren Hund oder Ihre Katze beim Fellwechsel unterstützen
Um Haut und Fell gesund zu halten und Ihrem Haustier die Zeit des Umbruchs zu erleichtern, können Sie gezielt unterstützen:
1. Regelmäßige Fellpflege:
- Langhaarige Tiere sollten täglich gekämmt werden.
- Kurzhaarige Hunde und Katzen profitieren vom Bürsten mit einer weichen Bürste, idealerweise mit Gumminoppen oder Noppenhandschuhen.
- Vorsicht: Achten Sie auf Stresssignale wie Knurren oder Zähnefletschen bei Hunden, Fauchen oder Kratzenbei Katzen. Positive Gewöhnung und Geduld sind wichtig – besonders bei jungen Tieren.
2. Hautmassagen:
Wenn Ihr Tier es genießt, können Sie durch sanfte Massagen die Durchblutung fördern und das Abstoßen abgestorbener Haare erleichtern.
3. Ernährung im Fellwechsel: Was sollte man füttern?
- Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Leinöl)
- Omega-6-Fettsäuren (z. B. aus Sonnenblumenöl)
- Bierhefe (reich an B-Vitaminen und Biotin)
- Zink
Es gibt veterinärmedizinische Präparate, die mehrere dieser Bestandteile enthalten und über das Futter verabreicht werden können.Dabei ist es wichtig, dass Sie immer die Dosierungsempfehlung pro Kilogramm Körpergewicht beachten! Und bei gesundheitlichen Problemen oder spezieller Diät sollten Sie unbedingt vorher die Tierarztpraxis konsultieren.
Wann sollten Sie mit Ihrem Tier zum Tierarzt bei Fellproblemen?
Bei sichtbaren kahlen Stellen
Bei starken Verfilzungen, die Sie nicht selbst lösen können
Bei extremem Juckreiz oder Hautrötungen
In diesen Fällen ist tierärztliche Abklärung unerlässlich.
Pflege und Geduld sind gefragt
Der diesjährige Fellwechsel fordert viele Tierhaushalte heraus – mit dem richtigen Wissen, Pflege und Geduld kannst du deinen Hund oder deine Katze bestmöglich unterstützen. Fellpflege ist nicht nur hygienisch wichtig, sondern auch ein Zeichen von Zuneigung und Vertrauen.




