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Warum hat Ihr Hund Angst vor Gewittern und wie können Sie ihm helfen?

Hunde bekommen Panik bei Gewitter

Gewitter lösen bei vielen Hunden Panik aus.

Ob Winter-Tiefs, Frühlingsgewitter, Sommer- oder Herbststürme, viele Hunde reagieren panisch, wenn der Himmel leuchtet und es anfängt zu krachen. Wovor genau haben unsere Hunde denn eigentlich Angst und wie können wir ihnen helfen?

Anzeichen von Panik erkennen

Zunächst einmal gibt es einige klare Anzeichen, sobald ein Hund in Panik gerät bzw. Angst hat oder unter Stress steht. Diese Anzeichen reichen von zurückgelegten Ohren und weit aufgerissenen Augen bis hin zu eingezogenen Ruten, dem Lecken der Lefzen oder auch Gähnen. Außerdem kann es – je nachdem, wie ausgeprägt die Angst vor Gewittern ist – regelrecht gefährlich werden. Manche Hunde versuchen dann mit aller Kraft, der angsteinflößenden Situation zu entkommen und verletzen sich z. B. bei dem Versuch, sich durch Sperrholzwände zu graben oder sogar durch geschlossene Glastüren oder Fenster zu springen. Falls Ihr Hund bei Gewitter derart panisch reagiert, sollten Sie ihn unter keinen Umständen allein lassen.

Druckabfall, Geräusche, elektrostatische Aufladung

Hunde können den Druckabfall wahrnehmen und haben oftmals auch Angst vor lauten Geräuschen wie z.B. Donnerschlägen. Wenn dann noch der bedrohlich dunkel werdende Himmel und stürmische Böen hinzukommen, entsteht bei vielen Hunden Panik.


Hinzu kommt, dass sich das Hundefell elektrostatisch aufladen kann, was ebenfalls zu panischem Verhalten führen könnte. Besonders leicht lädt sich das Fell von großen Hunden oder Hunden mit viel Unterwolle elektrostatisch auf. Zum Vergleich: Wir Menschen bekommen auch einen Schlag, wenn wir – je nach Kleidung (z. B. Pullover und Schuhe ohne Gummisohle) – ins Auto steigen wollen und die metallene Tür berühren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Hunde, die Angst vor Gewittern haben, zusätzlich noch in Panik geraten, wenn sie zufällig mit der Nase an einen Gegenstand aus Metall stoßen und einen Schlag bekommen. Das könne sich dann zu einer regelrechten Phobie entwickeln, sagt Nicholas Dodman, tierärztlicher Verhaltensforscher an der Tufts University und wissenschaftlicher Leiter des Center for Canine Behavior Studies.


Ob eine elektrostatische Aufladung die Panik vor Gewittern bei Hunden verstärkt, kann nicht eindeutig nachgewiesen werden. Vielleicht sind ihre empfindlichen Nasen auch einfach in der Lage, Veränderungen in der Luft wahrzunehmen, wenn ein Sturm aufzieht, sagt Kelly Ballyntyne, Professorin am College of Veterinary Medicine der Universität von Illinois. Eine gewisse genetische Veranlagung spreche ebenfalls dafür, dass einige Rassen (z. B. Collies und Australian Shepherds) besonders empfindlich sind und eine Geräuschphobie entwickeln.

Wie Sie Ihrem Hund helfen können, die Angst während eines Gewitters zu überstehen

Dodman beobachtete allerdings bei der Behandlung von Hunden, die unter einer Gewitterphobie leiden, dass viele von ihnen geerdete Plätze aufsuchen, an denen sie vor elektrischen Schlägen in Sicherheit sind. Die meisten Hunde verstecken sich demnach hauptsächlich im Badezimmer, z. B. in Badewannen, Whirlpools, Waschbecken etc. Ein antistatischer Hundemantel kann also sinnvoll sein, um einen ängstlichen Hund zu beruhigen.


Sie wissen nicht genau, ob Ihr Hund sich während eines Gewitters panisch verhält? Versuchen Sie, sein Verhalten herauszufinden, wenn Sie nicht zu Hause sind. Nehmen Sie ihn dafür auf Video auf. Achten Sie beim Ansehen des Videos darauf, ob Ihr Vierbeiner ruhelos ist, also ob er viel herumläuft und/oder hechelt. Dieses Verhalten könnte auf eine gewisse Trennungsangst schließen lassen, die durch Stürme oder Gewitter noch wesentlich verstärkt werden könnte. In diesem Fall sollten Sie es vermeiden, Ihren Hund all zu lange allein zu lassen.


Wenn es also draußen ungemütlich wird und Sie bei ihm zu Hause sind, lassen Sie Ihren Hund am besten selbst entscheiden, wo er Schutz sucht. Diesen Ort können Sie für ihn dann selbstverständlich so angenehm wie möglich gestalten, indem Sie z. B. sein Hundebett dort aufstellen und Musik oder andere Geräusche abspielen, die beruhigend auf ihn wirken und die die Gewittergeräusche überlagern. Am meisten freut sich Ihr Vierbeiner aber natürlich über Ihre Anwesenheit.


Langfristig können Sie auch eine spezielle Verhaltenstherapie oder ein individuelles Training in Betracht ziehen, um Ihrem Hund die Angst vor Gewittern zu nehmen. Hilft das alles nichts und Ihr Hund verfällt weiterhin in blanke Panik, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt sprechen, der Ihnen dann ggf. angstreduzierende Medikamente verschreiben kann, wenn er dies für sinnvoll hält.
 

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Übrigens: Wenn Tiere in Panik geraten, kann es vorkommen, dass sie vor lauter Angst kopflos losrennen und später womöglich nicht mehr den Weg zurück nach Hause finden. Achten Sie während eines Gewitters also darauf, dass alle Türen und Ausgänge verschlossen sind. Sollte Ihr Hund doch einmal entwischen, hilft die wertvolle Kennzeichnung und Registrierung bei FINDEFIX, Ihren geliebten Vierbeiner schnellstmöglich wieder nach Hause zu bringen.


Warum und wie Sie Ihr Tier am besten kennzeichnen und registrieren, erfahren Sie in unserer ausführlichen Anleitung.
 

 

 

 

Originalbeitrag von National Geographic (30.04.2018)

 

 

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