Hund vermisst! Hund gefunden! Was ist zu tun?

Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Tipps passend zu Ihrem Haustier zusammengestellt:
Was zu tun ist, wenn Ihr Hund einmal verloren geht, wie man sich richtig verhält, wenn man einen entlaufenen Hund auffindet und welche vorbeugenden Maßnahmen Sie zum Schutz Ihres Tieres ergreifen können.

Außerdem finden Sie weiter unten verschiedene Checklisten und eine umfassende Broschüre, in der alle Tipps zusammengefasst wurden!
 

Tipps und Maßnahmen 

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Kennzeichnen und Registrieren


Die beste Möglichkeit, ein entlaufenes Tier seinem Halter eindeutig zuzuordnen, ist die Kennzeichnung und kostenlose Registrierung bei FINDEFIX. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt die Kennzeichnung durch einen winzigen Transponder unter der Haut, der in jeder tierärztlichen Praxis schnell eingesetzt werden kann. Der Tierarzt injiziert dem Tier ein etwa reiskorngroßes Röhrchen, das einen Mikrochip mit einer unverwechselbaren 15-stelligen Identifikationsnummer enthält.

Erkundigen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis bzgl. der anfallenden Kosten. In der Regel kostet die Kennzeichnung mittels Mikrochip ca. 35 Euro. Mithilfe eines Mikrochip-Lesegerätes ist die Nummer erkennbar.

Nach der Kennzeichnung müssen Sie Ihr Tier noch bei FINDEFIX registrieren. Das geht einfach und kostenlos im Internet auf www.findefix.com. Lassen Sie den Mikrochip regelmäßig bei Kontrollterminen beim Tierarzt überprüfen. Die bei FINDEFIX hinterlegten Daten können Sie jederzeit auf der Website aktualisieren.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Tätowierung und Mikrochip


Mikrochips lassen sich sicher und zweifelsfrei auslesen, sind aber fürs bloße Auge nicht sichtbar. Daher lassen Hundehalter ihren Hund in seltenen Fällen zusätzlich in den Ohren oder auf der Schenkel-Innenseite tätowieren. Tätowierungen kann jeder Finder erkennen, allerdings können diese mit der Zeit verblassen oder unleserlich werden. Von einer Tätowierung ist beim Hund generell abzuraten, weil diese nur im Rahmen einer Narkose durchgeführt werden kann und letztlich nur der Mikrochip eine unverwechselbare Kennzeichnung ermöglicht.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Was Sie griffbereit halten sollten


Folgende Dinge sollten Sie für den Notfall zur Hand haben:

  • gut erkennbares, aktuelles Kopf-/Ganzkörper-Foto (digital)  
  • den Impfpass/Heimtierausweis mit der Mikrochip-Nummer
  • den FINDEFIX-Tierausweis
  • eindeutige Geruchsträger Ihres Tieres
  • notieren Sie auch typische Merkmale (Farbe, Fellmuster, andere Besonderheiten)
VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Um im Notfall keine Zeit zu verlieren


Nehmen Sie Ihr Handy während der Gassigänge mit, um im Notfall keine Zeit zu verlieren und um schnellstmöglich die nötigen Schritte einzuleiten.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Achten Sie auf Aktualität der Daten


Sind Sie umgezogen, haben Sie die E-Mail-Adresse oder die Handynummer gewechselt? Achten Sie bitte immer darauf, dass Ihre Daten im Haustierregister FINDEFIX aktuell sind. Auch wenn das Tier inzwischen ein neues Zuhause gefunden hat, muss der Wechsel des Halters bekanntgegeben werden.

Gewicht und Größe ändern sich
Besonders in den ersten Jahren können sich Gewicht und Größe Ihres Hundes stark verändern. Überprüfen und notieren Sie diese Werte daher regelmäßig. Sollte Ihr Tier einmal vermisst werden, sind diese Daten sowohl für die genaue Beschreibung Ihres Hundes bei der Suchmeldung notwendig als auch für die Berechnung einer etwaigen Betäubung durch autorisierte Personen oder die Bestimmung der Fallengröße.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Geruchsträger des Haustiers verwahren


Um entlaufene Tiere von Spürhunden suchen zu lassen, ist ein Geruchsträger nötig. Das kann eine Decke, ein Kissen oder auch ein Spielzeug sein. Sie können auch Haare oder Speichel in einen verschließbaren Gefrierbeutel oder Gläschen geben und dunkel und trocken verwahren. Die Probe sollten Sie nach sechs Monaten erneuern. Außerdem darf die Geruchsquelle nicht von anderen Tieren oder Menschen kontaminiert werden.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

FINDEFIX Halsband-Plakette


Befestigen Sie die bei der Registrierung erhaltene FINDEFIX-Plakette am Halsband Ihres Hundes. Trägt er das Halsband bei Verlust, braucht ein Finder lediglich die aufgedruckte FINDEFIX-Hotline anzurufen, uns dann den eingravierten Zahlencode zu nennen und wir wissen sofort, zu wem der entlaufene Vierbeiner gehört. Trägt der Hund seine Marke nicht am Halsband, muss der Finder ihn zum Auslesen des Mikrochips zu einem Tierheim, einem Tierarzt oder zu einer Polizeidienststelle bringen.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

GPS-Tracker am Halsband


Um Ihren Hund im Notfall über GPS orten zu können, gibt es die Möglichkeit, einen GPS-Tracker am Hundehalsband zu befestigen. Wenn Sie diese Maßnahme wählen, denken Sie immer daran, die Akkus regelmäßig zu prüfen und aufzuladen.

Bedenken Sie bitte, dass es nach aktuellem Stand der Technik noch keine Möglichkeit gibt, Transponder zu orten, die sich unter der Haut befinden. Daher ist die Verwendung eines GPS-Trackers am Halsband sinnvoll.

HUND VERMISST

Ruhe bewahren, nachdenken und gezielt handeln!


Auch wenn Sie jetzt sehr aufgeregt und sorgenvoll sind, gilt vor allem eines: Ruhe bewahren und nachdenken. Zwei Fragen sind jetzt entscheidend: Wo und wann wurde Ihr Tier zuletzt gesehen? Auch wenn es banal klingt: Notieren Sie sich Tag, Uhrzeit, Wetter und besondere Ereignisse. Diese Informationen können später von Nutzen sein.

Warum könnte das Tier verschwunden sein? Hat Ihr Hund sich erschreckt, hatte er Angst, gab es einen Unfall, war es der Jagdtrieb oder ein ausgelassenes Spiel auf der Hundewiese? Hier ist es wichtig, den Grund zu wissen, um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und um mögliche Ursachen zukünftig zu beseitigen.

 

HUND VERMISST

Vor Ort warten und andere um Mithilfe bitten


Am besten bleiben Sie persönlich an dem Ort, von dem Ihr Hund vermeintlich verschwunden ist. Nutzen Sie die Zeit des Wartens, um die Familie, Freunde oder Bekannte zu informieren und um Hilfe zu bitten. Halten Sie in der Umgebung Ausschau und fragen Sie Passanten, ob Ihr Hund irgendwo gesehen wurde.

Falls Ihr Hund während eines Spaziergangs weggelaufen ist, könnte er zwischenzeitlich zum geparkten Auto gelaufen sein und dort warten. Bedenken Sie, dass er auch alleine nach Hause zurückgekehrt sein könnte. Also sollte jemand dort auf ihn warten und Ausschau halten.

Warten Sie so lange wie möglich – unter Umständen auch mehrere Stunden – am Ort des Entlaufens auf seine Rückkehr.

Wenn er aber nicht zurückkehrt, melden Sie den Hund bei FINDEFIX, dem Tierheim bzw. der Polizei als entlaufen und gehen Sie dabei möglichst koordiniert vor. Wichtig ist, dass Sie bei der Meldung an Polizei oder Tierheim immer eine erreichbare Telefonnummer angeben, da die einzelnen Institutionen nicht miteinander vernetzt sind.

HUND VERMISST

Wer sollte informiert werden?


Information ist jetzt alles und je weiter Sie Ihre Suche ausdehnen, desto höher ist die Chance, das Tier bald zu finden. Den größtmöglichen Radius erreichen Sie, wenn Sie zu allererst eine Online-Vermisstmeldung auf www.findefix.com erstellen. Auf der Website wird an dieser Stelle auch automatisch ein Suchplakat generiert. Dieses können Sie ausdrucken und anschließend aufhängen oder verteilen.

Informieren Sie auch alle Institutionen, bei denen ein potentieller Finder Ihr Tier abgeben könnte: Das sind der Tierschutzverein oder das Tierheim vor Ort und in den umliegenden Gebieten. Tierärzte und Tierkliniken sind mögliche Anlaufstellen. Wenn das Tier nachts verschwindet, melden Sie dies auch bei der Polizei. Tagsüber können Sie sich auch an das Ordnungsamt oder das Fundbüro wenden.

Sprechen Sie Ihre Nachbarn an. Je nachdem, ob Sie im ländlichen Raum oder in der Stadt wohnen, sind Jäger und Förster oder Bauhöfe und Straßenmeistereien eine gute Anlaufstelle. Ebenso sollten Sie Ihre Hundeschule oder -pension informieren. Auch Personen mit viel Kontakt zu anderen Menschen sind gute Multiplikatoren für Ihr Anliegen: Taxi- und Busfahrer, Spaziergänger, Jogger, Postzusteller oder Mitarbeiter der Müllabfuhr.

Sind Sie Mitglied in sozialen Netzwerken? Auf Facebook gibt es lokale Seiten oder Gruppen für vermisste Tiere. Auch das Lokalradio oder die Tageszeitung können Ihre Meldung verbreiten. Aber berücksichtigen Sie immer eines: Aktives Suchen durch Fremde kann dazu führen, dass das Tier sich gehetzt fühlt. Es könnte Zutrauen verlieren und weiter weg laufen.

HUND VERMISST

In der Nachbarschaft suchen


Ein verängstigtes oder verletztes Tier kann sich auch in der unmittelbaren Umgebung befinden. Suchen Sie also in Ihrer Nachbarschaft und bitten Sie auch die Nachbarn darum, die Augen offen zu halten. Verwenden Sie bei Ihrer Suche bekannte Lockgeräusche und rufen Sie den Namen des Tieres. Kontrollieren Sie Orte, an denen Ihr Hund versehentlich eingesperrt oder ob er irgendwo hineingestürzt sein könnte: Garagen, Kellerräume, Gartenhäuschen, zugängliche Hohlräume, enge Schächte, Swimmingpools oder Ähnliches.

HUND VERMISST

Weiten Sie den Suchradius aus


Versuchen Sie einzuschätzen, wie weit Ihr Tier weggelaufen sein könnte. Wenn in Ihrer Umgebung große Grünflächen oder Waldstücke liegen, sollten Sie diese ebenso überprüfen wie die übliche Spazierrunde. Bedenken Sie dabei immer, dass Ihr Tier sich eventuell verletzt haben könnte und deshalb nicht selbstständig zurückkehren kann. Ist Ihr Hund mit Halsband und Leine entlaufen, besteht diese Gefahr umso mehr. Verletzte Tiere ziehen sich oft zurück und suchen Schutz unter Büschen und Sträuchern.

HUND VERMISST

Animieren Sie Personen zur Mithilfe


Jeder Hinweis und jede Person, die sich an der Suche beteiligt, können hilfreich sein. Geben Sie den Tierheimen in der näheren Umgebung Bescheid und sprechen Sie Hundespaziergänger an, die Sie von Ihrer Hunderunde kennen. Andere Hundebesitzer sind für dieses Thema bereits sensibilisiert und oftmals gut vernetzt. Sie werden sich sicherlich an der Suche beteiligen und sind gleichzeitig perfekte Multiplikatoren für Ihre Vermisstmeldung.

Versuchen Sie darüber hinaus gezielt, zusätzliche Personen in Ihrem Suchgebiet zur Mithilfe zu animieren. Das können zum Beispiel Hausmeister, Ladenbesitzer oder, wenn eine Schule in der Nähe ist, Schüler und Lehrer sein. Im persönlichen Gespräch kann in einigen Fällen eine in Aussicht gestellte kleine Belohnung die Motivation, sich an der Suche zu beteiligen, steigern. Wir raten allerdings davon ab, pauschal einen Finderlohn auszusetzen.

Denken Sie auch daran, den Helfern zu sagen, dass sie bei Sichtung nicht versuchen sollen, das Tier selbstständig einzufangen. Bitten Sie darum, dass Sie persönlich kontaktiert werden. Denn ein verängstigtes und gehetztes Tier kann unter Umständen gefährlich reagieren.

HUND VERMISST

Setzen Sie Suchplakate ein


Tipps für Ihr Suchplakat

  • Das Foto sollte farbig und das Tier gut zu erkennen sein.
  • Machen Sie detaillierte Angaben zum Tier und erwähnen Sie besondere Kennzeichen.
  • Setzen Sie keinen Finderlohn aus. Damit erhöhen Sie das Risiko von Betrugsversuchen; tierliebe Menschen helfen auch unentgeltlich.
  • Nennen Sie das Datum des Verschwindens.
  • Sollten Sie zusätzlich zur FINDEFIX-Hotline Ihre eigene Rufnummer angeben wollen, bedenken Sie bitte Folgendes: Wählen Sie Formulierungen in der Mehrzahl, z. B. „unser Hund“ und „wir“. Belästigende oder betrügerische Anrufe erfolgen eher bei Einzelpersonen als bei Familien. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, schaffen Sie sich für die Zeit der Suche eine zweite Telefonnummer an (z. B. über eine Prepaid-Karte).
  • Drucken Sie das Plakat in ausreichender Menge farbig aus. Laminieren Sie es oder verwenden Sie wasserdichte Hüllen. Zum Befestigen empfehlen wir starkes Klebeband oder Heftklammern. Bitte nicht mit Heftzwecken oder Nägeln an Bäumen anbringen, das schadet ihnen und ist darüber hinaus verboten.
     

So wirkt Ihr Suchplakat am besten

  • Hängen Sie das Plakat weiträumig im Umkreis von mehreren Kilometern aus oder verteilen Sie es. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Stadt oder Gemeinde über die Rechtslage zum Aufhängen oder Verbreiten von Suchplakaten.
  • Wählen Sie Orte mit vielen Menschen: Bushaltestellen, Bahnhöfe, Supermärkte, Geschäfte, Parkplätze, Tierärzte, Tierschutzvereine, Tierheime, Polizei, Fundbüro.
  • Fragen Sie an diesen Stellen regelmäßig nach, ob das Tier gefunden wurde.
  • Notieren Sie sich die Stellen der angebrachten Plakate und entfernen Sie sie nach dem Wiederauffinden.
  • Aktualisieren Sie die Plakate nach zwei Wochen. Sie sind womöglich vom Regen durchtränkt, zerrissen oder sehen alt aus. Passanten könnten denken, dass das gesuchte Tier bereits gefunden wurde und bleiben nicht aufmerksam.

 

HUND VERMISST

Achten Sie auf Fundanzeigen


Viele Leute melden ein ihnen zugelaufenes Tier und verteilen ihrerseits entsprechende Zettel an Litfaßsäulen, Laternen oder schwarzen Brettern. Überprüfen Sie ebenfalls regelmäßig entsprechende Gruppen in sozialen Netzwerken sowie Gefunden-Anzeigen in Zeitungen und Werbeblättern.

HUND VERMISST

Wenn Ihr Hund gesichtet wurde


Wenn das Tier regelmäßig an einer bestimmten Stelle gesichtet wurde, richten Sie dort eine Futterstelle ein. Kontrollieren Sie diese regelmäßig und versuchen Sie, Ihren Hund mit bekannten Lockgeräuschen (z.B. Leckerchen-Dose schütteln) auf sich aufmerksam zu machen. Wenn Sie damit nicht direkt erfolgreich sind, erkundigen Sie sich im Tierheim bzgl. des Aufstellens einer Lebendfalle und einer Wild-Kamera. Beachten Sie in jedem Fall die Regeln des Jagdgesetzes Ihres Bundeslandes und ziehen Sie professionelle Hilfe zurate. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Pet-Trailer mit speziell ausgebildeten Suchhunden zu kontaktieren.

HUND VERMISST

Setzen Sie einen Tiersuchhund ein


Tiersuchhunde verfolgen Spuren von entlaufenen Hunden oder anderen Tieren. Auf diese Weise kann das Tier direkt gefunden werden, wenn es beispielsweise festhängt, verletzt oder tot ist.
Auch Angsthunde, die sich versteckt haben, können so aufgespürt werden. Wichtig ist dabei, dass das vermisste Tier nicht weiter weggetrieben wird, sondern möglichst stationär in einem Gebiet bleibt. Ein Tiersuchhund kann auch feststellen, wo eine Spur endet, falls der Hund z.B. in einem Auto abtransportiert wurde.

Tiersuchhunde benötigen eine Geruchsquelle des vermissten Tiers. Wenn Sie diese nicht schon vorher abgepackt haben (siehe Geruchsträger verwahren), sollten Sie das jetzt tun. Achten Sie darauf, dass die Geruchsquellen nicht von anderen Tieren oder Menschen kontaminiert werden. Mögliche Geruchsartikel sind außerdem Halsband, Geschirr, Mäntelchen (Innenseite), Kot, Haare/Fell, Decke aus Körbchen/Box, Bürste oder Spielzeug.
Lassen Sie sich von einem seriösen Pet-Trailer beraten. Er wird Ihnen gerne Auskunft geben, in welcher Situation und zu welchem Zeitpunkt der Einsatz eines Suchhundes sinnvoll ist. Wurde der Hund z.B. seit drei Tagen nicht gesehen, sollte ein Suchhund zum Einsatz kommen. Der Pet-Trailer erarbeitet gemeinsam mit Ihnen die beste Vorgehensweise, sobald ihm alle Fakten vorliegen.

HUND VERMISST

Endlich gefunden – was ist zu beachten?


Um beruhigend einwirken zu können, sollten Sie als Halter bei der Sicherung des Tieres unbedingt anwesend sein.

Bedenken Sie, dass das Tier nach längerer Abwesenheit und in dieser Ausnahmesituation eventuell nicht so zutraulich ist, wie Sie es gewohnt sind. Nehmen Sie deshalb eine Transportkiste mit. Falls noch andere Tiere in Ihrem Haushalt leben, bringen Sie das zurückgekehrte Tier erst in einen separaten Raum, denn es könnte ggf. Ärger mit den anderen Tieren geben (z. B. durch fremde Gerüche). Außerdem könnte der Ausreißer auch Flöhe oder Würmer von seinem Ausflug mitgebracht haben. Suchen Sie im Zweifelsfall einen Tierarzt auf.

HUND VERMISST

Geben Sie die Hoffnung nicht auf


Ganz egal, wie lange Ihr Tier vermisst wird, bleiben Sie hoff nungsvoll. Verteilen Sie weiträumig Plakate und Aufrufe. Fragen Sie regelmäßig bei Tierheimen oder Tierschutzvereinen nach und überprüfen Sie weiterhin die Fundmeldungen.

HUND GEFUNDEN

Woran erkennt man einen entlaufenen Hund?


Es passiert leider immer noch sehr oft, dass besonders in der Urlaubszeit Hunde ausgesetzt werden. Sie werden im Wald und an Parkplätzen zurückgelassen oder sogar aus dem Auto geworfen. Darüber hinaus können Tiere natürlich auch aus unterschiedlichsten Gründen und unabsichtlich verloren gehen.

Wenn Sie einen Hund alleine vorfinden und auch nach längerer Zeit der Halter nicht erscheint, schauen Sie sich das Tier genau an: Wenn der Hund verunsichert, verstört, ängstlich, geschwächt oder orientierungslos wirkt, handelt es sich höchst wahrscheinlich um ein „Fundtier“.

HUND GEFUNDEN

Ein gefundenes oder zugelaufenes Tier melden


Melden Sie ein Fundtier schnellstmöglich den zuständigen Behörden. Benachrichtigen Sie das Ordnungsamt (tagsüber) und die Polizei (nachts), das örtliche Tierheim oder den Tierschutzverein. Fundtierunterschlagung ist eine Straftat, daher dürfen Sie die Meldung keinesfalls vergessen.

Bleiben Sie in jedem Fall bei dem gefundenen Tier, bis es von offizieller Stelle in Obhut genommen wurde.

Überprüfen Sie selbst oder lassen Sie vom Tierarzt oder Tierheim kontrollieren, ob das Tier durch Tätowierungen in den Ohren oder am Innenschenkel oder einen Mikrochip an der linken Halsseite unter der Haut gekennzeichnet wurde. Diese Kennzeichnung benötigen Sie unter anderem, wenn Sie ein Tier bei FINDEFIX als Fundtier melden. Notieren Sie dazu ebenfalls Rasse, Geschlecht, Fundort, Funddatum sowie die äußeren Merkmale des Hundes. Geben Sie außerdem natürlich Ihre Kontaktdaten an. FINDEFIX sorgt in diesem Fall dafür, dass die Vermisstmeldungen überprüft und abgeglichen werden und somit die Halter möglichst schnell ermittelt werden können.

Auch nicht gekennzeichnete Tiere sowie tot aufgefundene Tiere sollten in jedem Fall gemeldet werden.

HUND GEFUNDEN

Mit dem gefundenen Hund richtig umgehen


Entlaufene oder ausgesetzte Tiere sind oft enormen Stressbelastungen ausgesetzt. Außerdem haben sie Hunger und vielleicht sogar körperliche Schmerzen. Daher ist es wichtig, sie zu beruhigen. Nehmen Sie sich Zeit, beobachten Sie den Hund, um sein Befinden zu beurteilen. Halten Sie zunächst mehrere Meter Abstand, nähern Sie sich langsam und sprechen Sie mit sanfter Stimme zu ihm. Wenn Sie das Tier sofort anfassen, kann es zu weiterem Stress führen, der Hund könnte in Panik geraten und sogar beißen. Erst, wenn er Vertrauen gefasst hat oder freundlich reagiert, untersuchen Sie das Halsband, um Hinweise auf die Herkunft zu erhalten. Falls es nicht möglich ist, den Hund einzufangen, machen Sie ein Foto und melden Sie die Sichtung.

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Notversorgung des Fundhundes


Der Hund hat vielleicht länger nichts gefressen und getrunken. Besonders bei Wassermangel besteht gesundheitliche Gefahr. Versorgen Sie ihn deshalb schnellstmöglich mit Wasser – das sollte nicht zu kalt sein – und geben Sie ihm nicht zu viel auf einmal. Ist der Hund abgemagert, sollten Sie, wenn möglich, Hundefutter besorgen.

HUND GEFUNDEN

Wenn das Tier offensichtlich verletzt ist


Wenn Sie ein verletztes Tier finden, sollten Sie Folgendes beachten: Die Feuerwehr (112) sendet ein Fahrzeug der Tierrettung aus für den Transport zum Tierarzt. Haben Sie die Möglichkeit, das Tier selbst zu transportieren, können Sie auch bei der Polizei (110) darum bitten, sofort die Adresse des nächsten Tierarztes oder der nächsten Tierklink übermittelt zu bekommen. Bringen Sie das Tier direkt zum Tierarzt, wenn es verletzt, stark abgemagert oder erschöpft ist.

Vorsicht: Verletzte Tiere lassen sich nicht immer anfassen! Hat der Hund beim Hochheben Schmerzen, könnte er sich wehren und beißen. Besser, Sie organisieren eine Transportkiste und ziehen Lederhandschuhe an. Nehmen Sie den Hund nicht ungesichert im Auto mit.

Beachten Sie, dass es für die Erstattung von Tierarzt­kosten notwendig ist, dass Sie eine Fundtieranzeige bei der Gemeinde oder Stadt einreichen.  

 

HUND GEFUNDEN

Wenn Sie einen angefahrenen Hund finden

 

  • Wenn Sie einen angefahrenen Hund finden oder ein Haustier selbst angefahren haben sollten, gilt als erstes, Ruhe zu bewahren.
  • Dann sollten Sie möglichst schnell und, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, die Unfallstelle absichern.
  • Verständigen Sie bei einem Verkehrsunfall auf jeden Fall die Polizei. Diese wird die weiteren Schritte einleiten (z.B. einen Tierrettungsdienst anfordern) und Ihnen ggf. Tipps und Anweisungen geben.
  • Bleiben Sie an Ort und Stelle und versuchen Sie, das Tier zu beruhigen – z.B. durch Zureden, leichte Berührungen oder Streicheln. Seien Sie dabei sehr behutsam, da das Tier Schmerzen haben und sich wehren könnte (wenn vorhanden, am besten Handschuhe benutzen).
  • Wenn Sie sich mit „Erste Hilfe“ bei Tieren auskennen, sollten Sie mit den geeigneten Maßnahmen beginnen.
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Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Haustieren

 

  • Bei großen, blutenden Wunden ist das Stillen der Blutung der wichtigste Schritt. Im Idealfall nutzen Sie zum Verbinden sterile Gaze und Mullbinden. Wenn Sie diese nicht zur Hand haben, müssen Sie mit möglichst sauberem Material (z.B. Stofffetzen) improvisieren. Ist die Blutung sehr stark oder sogar spritzend, müssen Sie einen Druckverband anlegen.
  • Zuerst sollten Sie das verletzte Tier ruhig lagern: Breiten Sie dazu eine Decke oder eine geeignete Unterlage aus und legen Sie den Hund vorsichtig darauf ab.
  • Wenn der Hund bei Bewusstsein ist: Mit einer Hand an der Nackenhaut festhalten, um Abwehrreaktionen zu vermeiden, mit der anderen Hand unter den Körper des Tiers greifen.
  • Wenn der Hund nicht bei Bewusstsein ist: Mit beiden Händen unter den Körper greifen, Kopf stützen und vorsichtig auf die Decke legen.
  • Nach dem sogenannten ABCSchema vorgehen:
  • Atemwege frei machen (Zunge vorsichtig aus Maul lagern und ggf. Fremdkörper entfernen).
  • Beatmen mit der Mund-zu-Nase-Technik (8- bis 12-mal in der Minute über ein oder beide Nasenlöcher); dazu die Zunge zwischen den Zähnen seitlich nach außen ziehen und die Schnauze geschlossen halten. Die erfolgreiche Beatmung ist am Heben und Senken des Brustkorbes sichtbar.
  • Compression (Kompression/Druck): Wenn das Herz nicht mehr schlägt, sofort Herzdruckmassage durchführen. Dafür das Tier auf ebenem stabilem Untergrund auf die rechte Seite legen: 60 bis 80 Kompressionen pro Minute, nach jeweils 10 bis 15 Kompressionen ein- bis zweimal beatmen. Den Brustkorb bei kleinen Hunden mit einer Hand komprimieren, bei großen Hunden mit beiden Händen.
  • Auch wenn sich der Zustand des Hundes nach diesen Maßnahmen verbessert, muss das Tier so schnell wie möglich zu einem Tierarzt gebracht werden!
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Hundehalter selbst ausfindig machen


Um den Halter eines gefundenen Hundes ausfindig zu machen, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Wenn Sie einen Hund mit Halsband gefunden haben, schauen Sie zuerst nach, ob Sie dort Angaben zum Halter finden.

Sie sollten das Tier auch bei einem Tierarzt oder im Tierheim auf Kennzeichnungen überprüfen lassen. Hat es eine Tätowierung im Ohr oder am Innenschenkel? Mikrochips befinden sich meist auf der linken Halsseite unter der Haut.

In jedem Fall sollten Sie den Fund bei FINDEFIX melden. Wichtig sind neben den Kennzeichnungen vor allem Rasse, Geschlecht und besondere Merkmale. Melden Sie bitte auch nicht gekennzeichnete und nicht registrierte Fundtiere sowie tot aufgefundene Tiere.

Fragen Sie zudem in der Nachbarschaft, ob jemand sein Tier vermisst, achten Sie auf mögliche Suchmeldungen in der Umgebung und im Internet: Schauen Sie auf der FINDEFIX-Website und in den sozialen Netzwerken nach Suchanzeigen.

Machen Sie eigene Aushänge mit Kontaktmöglichkeiten bei umliegenden Tierärzten, in Geschäften, an Laternenmasten und schwarzen Brettern. Achten Sie, während Sie Ihre „Gefunden-Zettel“ verteilen, darauf, ob dort ggf. Vermisstmeldungen aushängen, die zu dem gefundenen Tier passen könnten. Auch bei Fundmeldungen im öffentlichen Raum sind die Regeln Ihrer Stadt/Gemeinde zum Aufhängen und Verbreiten von Such- oder Informationsplakaten zu beachten.

HUND GEFUNDEN

Falls sich die Halter direkt bei Ihnen melden


Wenn sich die vermeintlichen Halter telefonisch melden sollten, gilt es bei aller Freude über ein „Happy End“ zunächst, aufmerksam zu bleiben. Manchmal versuchen nicht berechtigte Personen, auf diese Weise in den Besitz von Haustieren zu gelangen.

Lassen Sie sich aus diesem Grund die Telefonnummer der Anrufer geben und rufen Sie zurück, um zu überprüfen, ob es sich um die korrekte Telefonnummer handelt.

Stellen Sie sicher, dass die Anrufer auch die berechtigten Tierhalter des gefundenen Hundes sind. Versuchen Sie, im Laufe des Gespräches gewisse Merkmale abzufragen, die nur den wahren Besitzern bekannt sein können.

Bitten Sie darum, ein Foto zur Abholung mitzubringen oder lassen Sie sich dieses vorab per Smartphone zuschicken. Auch schriftliche Unterlagen wie Tierausweis oder Impfpass sind hilfreich, wenn es darum geht, die Tier- und Halterdaten abzugleichen.

Wenn Sie sich die Übergabe mit allen Kontaktdaten des Abholers quittieren lassen, haben Sie eine weitere Möglichkeit, um zu verhindern, dass Personen illegalerweise in den Besitz des gefundenen Hundes gelangen.

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Gefundenes Tier selbst aufnehmen


Wenn Sie einen Hund aufgefunden haben, können Sie diesen grundsätzlich mit nach Hause nehmen, bis die Besitzverhältnisse geklärt sind. Dazu müssen Sie aber in jedem Fall zuvor eine Fundmeldung bei den Behörden (Polizei, Fundbüro, Ordnungsamt) und beim zuständigen Tierschutzverein machen. Außerdem sollten Sie wissen, dass eine Erstattung der Pflegekosten nur bis zu vier Wochen möglich ist. Vor der Aufnahme im eigenen Zuhause sollten Sie den Hund beim Tierarzt untersuchen lassen. Ist dies nicht sofort möglich, lassen Sie das Tier vorher nicht in Ihre Wohnräume, sondern bringen Sie es z.B. im Bad unter, vor allem dann, wenn Sie andere Haustiere haben. Es besteht die Gefahr der Übertragung von Parasiten (z.B. Flöhe oder Würmer).

Wenn Sie den Hund gerne dauerhaft aufnehmen möchten, müssen Sie sechs Monate abwarten, ob der Halter ermittelt wird. Nach Ablauf dieser Frist können Sie das Tier dauerhaft übernehmen.

Sicherlich sieht der Idealfall so aus, dass der gefundene Hund zu seinen ursprünglichen Haltern zurückkehrt. Doch trotz der vielen Möglichkeiten gelingt dies nicht immer. Oft haben sich Finder und Hund nach der gemeinsamen Zeit so aneinander gewöhnt, dass auch auf diese Weise ein Happy End entstehen kann, sofern alle Beteiligten einverstanden sind.

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Wenn Sie ein totes Haustier finden


Finden Sie ein leblos wirkendes Tier, sollten Sie zunächst prüfen, ob es noch atmet bzw. ob das Herz noch schlägt. Falls Sie nur noch den Tod feststellen können, informieren Sie trotzdem das nächste Tierheim, einen Tierarzt oder die Polizei. Auch dieser Schritt ist wichtig, denn denken Sie daran, dass es irgendwo eine Familie gibt, die in quälender Ungewissheit lebt. Falls das Tier gechippt ist, kann der Halter über die Mikrochip-Nummer ausfindig gemacht und informiert werden.

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Was regelt das Fundtierrecht?


Für entlaufene Heimtiere gelten weitgehend dieselben Regeln wie für Fundsachen. Ein Finder muss ein Tier also entweder selbst verwahren oder er kann es beim Fundbüro der Stadt abgeben.

Da die meisten Städte und Gemeinden kein eigenes Tierheim haben, schließen sie einen Vertrag mit einem Tierschutzverein. Dieser bringt dann die Tiere unter. Oft ist eine Abgabe direkt im Tierheim möglich, jedoch nicht überall. Deshalb informieren Sie sich bitte bei Ihrem Fundbüro, ob Ihre Kommune eine Vereinbarung mit einem Tierheim hat und ob Sie das Tier direkt dorthin bringen können.

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Alle Tipps zusammengefasst in einer Broschüre (als PDF-Datei): 

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Kontakt

FINDEFIX - Das Haustierregister
des Deutschen Tierschutzbundes

In der Raste 10
53129 Bonn

Tel:+49 (0) 228 6049635
Fax:+49 (0) 228 6049642
E-Mail:info@findefix.com

 

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. ist als gemeinnütziger Verein von der Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer freigestellt und beim Finanzamt unter der Steuernummer 205/5783/1179 registriert.

© 2018 FINDEFIX - Das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes

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