Katze vermisst! Katze gefunden! Was ist zu tun?

Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Tipps passend zu Ihrem Haustier zusammengestellt:
Was zu tun ist, wenn Ihre Katze einmal verloren geht, wie man sich richtig verhält, wenn man eine entlaufene Katze auffindet und welche vorbeugenden Maßnahmen Sie zum Schutz Ihres Tieres ergreifen können.

Außerdem finden Sie weiter unten verschiedene Checklisten und eine umfassende Broschüre, in der alle Tipps zusammengefasst wurden!
 

Tipps und Maßnahmen 

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Kennzeichnen und Registrieren


Um Ihr Tier bei FINDEFIX anzumelden, sollte es unverwechselbar gekennzeichnet sein. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt die Kennzeichnung durch einen winzigen Transponder unter der Haut, der in jeder tierärztlichen Praxis schnell eingesetzt werden kann. Der Tierarzt injiziert dem Tier ein etwa reiskorngroßes Röhrchen, das einen Mikrochip mit einer unverwechselbaren 15-stelligen Identifikationsnummer enthält. Erkundigen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis bzgl. der anfallenden Kosten. In der Regel kostet die Kennzeichnung mittels Mikrochip ca. 35 Euro. Mithilfe eines Mikrochip-Lesegerätes ist die Nummer erkennbar. Zusätzlich zum Chippen können Sie Ihr Tier ebenfalls tätowieren lassen. Nach der Kennzeichnung müssen Sie Ihr Tier noch bei FINDEFIX registrieren. Das geht einfach und kostenlos im Internet auf www.findefix.com. Lassen Sie den Mikrochip regelmäßig bei Kontrollterminen beim Tierarzt überprüfen. Die hinterlegten Daten können Sie jederzeit auf der FINDEFIX-Website aktualisieren.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Tätowierung und Mikrochip


Mikrochips lassen sich sicher und zweifelsfrei auslesen, sind aber fürs bloße Auge nicht sichtbar. Tätowierungen kann jeder Finder erkennen, allerdings können diese mit der Zeit verblassen oder unleserlich werden. Da das Tier für die Tätowierung jedoch in Narkose gelegt werden muss, rät der Deutsche Tierschutzbund allerdings davon ab.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Achten Sie auf Aktualität der Daten


Sind Sie umgezogen, haben Sie die E-Mail-Adresse oder die Handynummer gewechselt? Achten Sie bitte immer darauf, dass Ihre Daten im Haustierregister FINDEFIX aktuell sind. Auch wenn das Tier inzwischen ein neues Zuhause gefunden hat, muss der Wechsel des Halters bekanntgegeben werden.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Was Sie griffbereit halten sollten


Folgende Dinge sollten Sie für den Notfall zur Hand haben:

  • gut erkennbares, aktuelles Kopf-/Ganzkörper-Foto (digital)  
  • den Impfpass/Heimtierausweis mit der Mikrochip-Nummer
  • den FINDEFIX-Tierausweis
  • eindeutige Geruchsträger Ihres Tieres 
  • notieren Sie auch typische Merkmale (Farbe, Fellmuster, andere Besonderheiten)
VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Geruchsträger des Haustiers verwahren


Um entlaufene Tiere ggf. von Spürhunden auffinden zu lassen, ist es wichtig, einen aktuellen Geruchsträger zu haben. Das kann eine Decke oder ein Kissen sein oder auch ein Spielzeug. Sie können auch eine Probe anfertigen, indem Sie Haare oder Speichel in einem verschließbaren Gefrierbeutel oder Gläschen aufbewahren und trocken und dunkel lagern. Diese Probe sollte nach sechs Monaten erneuert werden.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Trainieren Sie ein individuelles Futtergeräusch an


Gewöhnen Sie Ihre Katze an ihren Rufnamen und an ein bestimmtes Geräusch beim Füttern. So findet sie den Weg nach Hause, wenn sie dieses vertraute Geräusch hört. Wichtig ist, dass dieser Ton nicht unangenehm für die Katze ist, von Weitem gut zu hören ist und nicht im Alltag vorkommt. Empfehlenswert sind hohe Töne wie Klingeln, Klimpern, Rascheln oder Pfeifen. Machen Sie das Geräusch vor jeder Mahlzeit und gewöhnen Sie das Tier so an den Ton.

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Türen und Fenster sichern


Türen sichern
Es gibt Katzen, die Türen ganz alleine öffnen können. Sie springen auf den Türgriff und schon sind sie draußen. Vielleicht ist auch Ihre Samtpfote dazu in der Lage. Damit Ihre Katze nicht entwischt, sollten Sie alle Türen sichern. Entweder schließen Sie sie ab oder Sie entscheiden sich für einen Drehknauf. Auch senkrecht montierte Türgriffe sind sicher.

Fenster und Balkone sichern
Fenster und Balkone sind ideale „Fluchtwege“ für Katzen. Deshalb sichern Sie Kippfenster und -türen am besten mit Schutzgittern. Dabei werden kleine Metallgitter an den Fensterrahmen geklebt oder geschraubt, um Öffnungen und Spalten abzudecken. Balkone und Fenster, die ganz geöffnet werden, bespannen Sie am besten mit Katzenschutznetzen. Achten sie dabei auf eine geringe Maschenweite: maximal 3 x 3 Zentimeter!

VORBEUGENDE MASSNAHMEN

Halsbänder, Plaketten und GPS-Tracker


Halsbänder mit Adressanhänger und GPS-Tracker können zur tödlichen Falle für Ihre Katze werden. Immer wieder kommt es vor, dass Katzen mit den Halsbändern an Ästen, Zäunen oder Gestrüpp hängen bleiben und sich nicht selbst befreien können. Ebenso drohen schlimme Verletzungen durch ein verrutschtes Halsband. Die Katze könnte sich zum Beispiel ihr Vorderbein einklemmen. Deshalb rät der Deutsche Tierschutzbund von solchen Halsbändern ab.

KATZE VERMISST

Ruhe bewahren, nachdenken und gezielt handeln!


Auch wenn Sie jetzt sehr aufgeregt und sorgenvoll sind, gilt vor allem eines: Ruhe bewahren und nachdenken. Zwei Fragen sind jetzt entscheidend: Wo und wann wurde Ihr Tier zuletzt gesehen? Auch wenn es banal klingt: Notieren Sie sich Tag, Uhrzeit und besondere Ereignisse. Diese Informationen können später von Nutzen sein. Warum könnte das Tier verschwunden sein? Hatte Ihre Katze Angst, gab es einen Unfall, waren ungewohnte Ereignisse der Grund: vielleicht die Handwerker oder der Transport zum Tierarzt?

Da Katzen oftmals „versehentlich“ im eigenen Haus verloren gehen, sollten Sie, bevor Sie weitergehende Maßnahmen ergreifen, als erstes das direkte Umfeld überprüfen.

Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Katze nicht nur kurzfristig verschwunden ist, sie also z. B. nicht zur gewohnten Zeit nach Hause kommt, sollten Sie, wie in der Folge beschrieben, die Suchmaßnahmen ausweiten und parallel dazu bestimmte Stellen informieren.

 

KATZE VERMISST

Wenn das Tier zu Hause verschwindet


Eigene Wohnung/Haus überprüfen
Katzen folgen oft unbemerkt den Menschen und werden dann versehentlich eingesperrt. Außerdem suchen Katzen gerne gut geschützte und verborgene Plätze auf, wenn sie einmal ihre Ruhe haben wollen. Sollten Sie also Ihre Katze vermissen, beginnen Sie Ihre Suche gezielt an solchen Orten. Schauen Sie in Schubladen, in Schränke, in Wäschekörbe und hinter die Einbauküche. Suchen Sie von unten im Sofapolster und kontrollieren Sie Abstellkammern, Kellerräume, Dachböden und sogar die Waschmaschine oder den Trockner. Wiederholen Sie die Suche nach einer Weile: Vielleicht ist die Katze inzwischen wieder in der Nähe oder konnte sich befreien. Lassen Sie bei Ihrer Suche wenn möglich Kellertüren und Garagen etc. offen, falls das Tier noch da ist und nicht bemerkt wurde.

In der Nachbarschaft suchen
Bitten Sie auch die Nachbarn um Hilfe. Aber suchen Sie selbst mit, denn Katzen verstecken sich oft vor Fremden. Verwenden Sie dabei das Futterlockgeräusch und rufen Sie den Namen der Katze. Suchen Sie nach dem Haus auch die unmittelbare Umgebung ab: Hausflure, Garagen, Garten und Gartenhäuschen, Dächer, zugängliche Hohlräume, enge Schächte und Räume, die lange verschlossen bleiben. Denken Sie ebenfalls an Swimmingpools und nicht abgedeckte Regentonnen. Kontrollieren Sie unübersichtliche Räume mehrfach und stellen Sie Trockenfutter und Wasser auf. Beobachten Sie, ob das Futter weniger wird und kalkulieren Sie dabei ein, dass sich möglicherweise auch andere Tiere wie Mäuse an der Futterstelle bedienen. Das Filmen mit einer Wild-Kamera an der Futterstelle kann oft Aufschluss bringen. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Katze sich von selbst bemerkbar macht, die meisten Tiere sind ängstlich und still, wenn sie eingesperrt sind.

Kontrollrunden in der Dunkelheit
Abends und nachts ist es leiser und Geräusche sind besser zu hören. Außerdem sind Katzen im Dunkeln aktiver und trauen sich eher hervor. Wiederholen Sie Ihre Rundgänge mehrfach. Wohnungskatzen verstecken sich häufig in der Nähe. Richten Sie deshalb eine Futterstelle mit leckerem und weit riechendem Nassfutter oder Thunfisch am Haus ein. Kontrollieren Sie die Futterstelle regelmäßig und wechseln Sie das Futter aus. Bitten Sie Ihre Nachbarn, während dieser Zeit kein Futter draußen hinzustellen. Denken Sie daran, eine Taschenlampe mitzunehmen, denn Katzenaugen reflektieren das Licht. Vergessen Sie auch die Transportbox bei der Suche nicht.

KATZE VERMISST

Den Suchradius immer weiter vergrößern


Wie weit kann das Tier weggelaufen sein? In der Stadt bewegen sich Katzen im Umkreis von ungefähr 100 bis 400 Metern um ihr Zuhause. Auf dem Land bleiben kastrierte Tiere meist im Umkreis von etwa einem bis zwei Kilometern, unkastrierte Tiere legen während der Paarungszeit auch schon mal ein paar Kilometer zurück. Dehnen Sie den Suchbereich entsprechend aus. Nutzen Sie das antrainierte Futtergeräusch oder versuchen Sie, Ihre Katze mit intensiven und beliebten Futtergerüchen anzulocken.

Schauen Sie in Baumkronen, auf die sich die Katze geflüchtet haben kann und sich nun vielleicht nicht mehr hinunter traut. Überprüfen Sie auch Vorgärten und Grünflächen, suchen Sie unter Büschen und Sträuchern. Dort finden verletzte Tiere ggf. Schutz. Sprechen Sie auch Hundespaziergänger oder Anwohner in der näheren Umgebung an. Jeder Hinweis und jede Person, die zusätzlich die Augen offen hält, kann hilfreich sein.

KATZE VERMISST

Animieren Sie weitere Personen zur Mithilfe


Versuchen Sie gezielt, zusätzliche Personen in Ihrem Suchgebiet zur Mithilfe zu animieren. Das können zum Beispiel Hausmeister, Ladenbesitzer oder, wenn eine Schule in der Nähe ist, Schüler und Lehrer sein. Im persönlichen Gespräch kann in einigen Fällen eine in Aussicht gestellte kleine Belohnung die Motivation, sich an der Suche zu beteiligen, steigern. Wir raten allerdings davon ab, pauschal einen Finderlohn auszusetzen. Denken Sie auch daran, den Helfern zu sagen, dass das Tier keinesfalls gehetzt werden darf.

KATZE VERMISST

Wer sollte informiert werden?


Information ist jetzt alles und je weiter Sie Ihre Suche ausdehnen, desto höher ist die Chance, das Tier bald zu finden. Den größtmöglichen Radius erreichen Sie, wenn Sie zu allererst eine Online-Vermisstmeldung auf www.findefix.com erstellen. Auf der Website wird an dieser Stelle auch automatisch ein Suchplakat generiert. Dieses können Sie ausdrucken und anschließend aufhängen oder verteilen.

Informieren Sie auch alle Institutionen, bei denen ein potentieller Finder Ihr Tier abgeben könnte: Das sind der Tierschutzverein oder das Tierheim vor Ort und in den umliegenden Gebieten. Auch Tierärzte und Tierkliniken sind mögliche Anlaufstellen. Wenn das Tier nachts verschwindet, melden Sie dies auch bei der Polizei. Tagsüber können Sie sich auch an das Ordnungsamt oder das Fundbüro wenden.

Reden Sie mit den Nachbarn. Hat jemand die Katze gesehen? Je nachdem, ob Sie im ländlichen Raum oder in der Stadt wohnen, sind Jäger und Förster oder Bauhöfe und Straßenmeistereien eine gute Anlaufstelle. Auch Personen mit viel Kontakt zu anderen Menschen sind gute Multiplikatoren für Ihr Anliegen: Taxi- und Busfahrer, Spaziergänger, Jogger, Postzusteller oder Mitarbeiter der Müllabfuhr.

Sind Sie Mitglied in sozialen Netzwerken? Auf Facebook gibt es lokale Seiten oder Gruppen für vermisste Tiere (nutzen Sie am besten die Facebook-Suchfunktion). Auch das Lokalradio oder Tageszeitungen können Ihre Meldung verbreiten. Aber berücksichtigen Sie immer: Aktives Suchen durch Fremde kann dazu führen, dass sich Ihre Katze gehetzt fühlt. Sie könnte Zutrauen verlieren und weiter weg laufen. Daher ist Vorsicht geboten.

KATZE VERMISST

Setzen Sie Suchplakate ein


Tipps für Ihr Suchplakat

  • Das Foto sollte farbig und das Tier gut zu erkennen sein.
  • Machen Sie detaillierte Angaben zum Tier und erwähnen Sie besondere Kennzeichen.
  • Setzen Sie keinen Finderlohn aus. Damit erhöhen Sie das Risiko von Betrugsversuchen; tierliebe Menschen helfen auch unentgeltlich.
  • Nennen Sie das Datum des Verschwindens.
  • Sollten Sie zusätzlich zur FINDEFIX-Hotline Ihre eigene Rufnummer angeben wollen, bedenken Sie bitte Folgendes: Wählen Sie Formulierungen in der Mehrzahl, z. B. „unsere Katze“ und „wir“. Belästigende oder betrügerische Anrufe erfolgen eher bei Einzelpersonen als bei Familien. Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, schaffen Sie sich für die Zeit der Suche eine zweite Telefonnummer an (Prepaid-Karte).
  • Drucken Sie das Plakat in ausreichender Menge farbig aus. Laminieren Sie es oder verwenden Sie wasserdichte Hüllen. Zum Befestigen empfehlen wir starkes Klebeband oder Heftklammern. Bitte nicht mit Heftzwecken oder Nägeln an Bäumen anbringen, das schadet ihnen und ist darüber hinaus verboten.


So wirkt Ihr Suchplakat am besten

  • Hängen Sie das Plakat weiträumig im Umkreis von mehreren Kilometern aus oder verteilen Sie es. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Stadt oder Gemeinde über die Rechtslage zum Aufhängen oder Verbreiten von Suchplakaten.
  • Wählen Sie Orte mit vielen Menschen: Bushaltestellen, Bahnhöfe, Supermärkte, Geschäfte, Parkplätze, Tierärzte, Tierschutzvereine, Tierheime, Polizei, Fundbüro.
  • Fragen Sie an diesen Stellen regelmäßig nach, ob das Tier gefunden wurde.
  • Notieren Sie sich die Stellen der angebrachten Plakate und entfernen Sie sie nach dem Wiederauffinden.
  • Aktualisieren Sie die Plakate nach zwei Wochen. Sie sind womöglich vom Regen durchtränkt, zerrissen oder sehen alt aus. Passanten könnten denken, dass das gesuchte Tier bereits gefunden wurde und bleiben nicht aufmerksam.

 

KATZE VERMISST

Einige Sonderfälle bei vermissten Katzen


Sonderfall Wohnungskatze
Wenn eine Wohnungskatze ausbüxt, liegt die besondere Gefahr darin, dass die Katze keine Erfahrung mit den üblichen Bedrohungen der Außenwelt hat – z. B. dem Straßenverkehr sowie anderen Tieren oder Menschen.

Glücklicherweise verbleiben Hauskatzen meist im näheren Umfeld des Hauses. So können Sie Ihre Bemühungen zunächst auf die unmittelbare Umgebung lenken. Legen Sie eine Duftspur mit benutzter Katzenstreu. Katzen erkennen ihren eigenen Duft und folgen ihm. Oder platzieren Sie das Lieblingskörbchen an einer unauffälligen, geschützten Stelle. Das sollte entweder den eigenen Geruch verströmen oder den des vertrauten Menschen (Kleidungsstück). Außerdem ist es ratsam, Näpfe mit Trockenfutter und Wasser aufzustellen und regelmäßig zu kontrollieren, um die Katze an den Ort zu binden. Platzieren Sie beides auf einer erhöhten Plattform, um möglichst wenige andere Tiere anzulocken, die Ihre Katze verschrecken könnten. Bedenken Sie auch, dass die Katze abgestürzt und verletzt sein könnte. In diesem Fall ziehen sich Katzen oft in Verstecke zurück. Schauen Sie unter Büschen und parkenden Autos, im Abstellraum für Mülltonnen oder unter Erdgeschossbalkonen nach.

Sonderfall Urlaubszeit
Ist ein Nachbar vielleicht am Tag des Verschwindens in den Urlaub gefahren? Dann haben Haustür und Garage oft längere Zeit offen gestanden und die Katze könnte unbemerkt hineingelaufen sein. Falls Ihnen also bekannt ist, dass jemand vor kurzer Zeit abgereist ist, stellen Sie sich – am besten in den Abendstunden – vor die entsprechenden Häuser und Garagen und rufen Sie nach Ihrem Tier. Legen Sie dem Haushüter ggf. eine Notiz in den Briefkasten, damit auch dieser Bescheid weiß und aufmerksam ist. Im schlimmsten Fall könnte sich das Tier im Auto versteckt haben und so unbeabsichtigt mit dem Nachbarn in den Urlaub gefahren sein.

Sonderfall Umzug
Wenn Sie kürzlich umgezogen sind, kann es sein, dass die Katze bis zu fünf Kilometer zurücklegt, um ihr altes Zuhause zu finden. Verteilen Sie Suchplakate auch im Umfeld des alten Wohnortes und auf dem Weg dorthin. Suchen und rufen Sie auch dort nach Ihrer Katze.

Wenn die Umzugsentfernung zwischen 5 und 25 Kilometer beträgt, benachrichtigen Sie zumindest Ihre Nachmieter – besser auch die alten Nachbarn – falls die Katze dort auftaucht. Auch wenn Sie bereits vor längerer Zeit umgezogen sind, sollten Sie weiterhin im Umfeld des alten Reviers (über mehrere Monate) suchen. Der Rückweg der Katze kann durchaus länger dauern.

KATZE VERMISST

Achten Sie auf Fundanzeigen


Viele Leute melden ein ihnen zugelaufenes Tier und verteilen ihrerseits entsprechende Zettel an Litfaßsäulen, Laternen oder schwarzen Brettern. Überprüfen Sie ebenfalls regelmäßig entsprechende Gruppen in sozialen Netzwerken sowie die Gefunden-Anzeigen in Zeitungen und Werbeblättern.

KATZE VERMISST

Wenn das vermisste Haustier gesichtet wird


Wenn die Katze regelmäßig an einer bestimmten Stelle gesichtet wurde, richten Sie dort eine Futterstelle ein, idealerweise auf einer erhöhten Plattform. Kontrollieren Sie diese regelmäßig und versuchen Sie, Ihre Katze mit bekannten Lockrufen auf sich aufmerksam zu machen. Wenn Sie damit nicht direkt erfolgreich sind, erkundigen Sie sich im Tierheim bzgl. des Aufstellens einer Lebendfalle und einer Wild-Kamera. Beachten Sie in jedem Fall die Regeln des Jagdgesetzes Ihres Bundeslandes und ziehen Sie professionelle Hilfe zurate.

Grundsätzlich sollten Sie behutsam vorgehen, denn die Katze könnte sich etwas entfremdet haben. Auf alle Fälle sollte das Tier nicht gejagt oder gehetzt werden. Das gilt besonders für fremde Personen, die Ihnen helfen wollen.

KATZE VERMISST

Endlich wieder zu Hause – was ist zu beachten?


Darauf sollten Sie beim Einfangen der gefundenen Katze achten:

  • Nehmen Sie einen Transportkorb mit, denn das Tier könnte draußen nicht unbedingt so zutraulich sein wie zu Hause.
  • Falls noch andere Katzen in Ihrem Haushalt leben, bringen Sie das gefundene Tier erst in ein anderes Zimmer, denn es könnte ggf. Ärger mit den anderen Tieren geben – eine zurückgekehrte Katze riecht anders als sonst. Sie könnte außerdem z. B. auch Flöhe oder Würmer haben. Suchen Sie im Zweifelsfall den Tierarzt auf.
  • Es ist möglich, dass vorher gut miteinander verträgliche Katzen aufeinander losgehen. Lassen Sie die Tiere sich durch einen Türspalt oder eine andere Abtrennung beschnuppern, bis sich die Lage entspannt hat.
KATZE VERMISST

Geben Sie die Hoffnung nicht auf


Ganz egal, wie lange Ihr Tier vermisst wird, bleiben Sie hoffnungsvoll. Verteilen Sie weiträumig Plakate und Aufrufe. Fragen Sie regelmäßig bei Tierheimen oder Tierschutzvereinen nach und überprüfen Sie weiterhin die Fundmeldungen.

KATZE GEFUNDEN

Woran erkennt man ein entlaufenes Haustier?


Ausgedehnte Ausflüge sind bei sogenannten Freigänger-Katzen nicht unüblich. Nicht jede Katze, die allein in der freien Natur angetroffen wird, muss also eine entlaufene Katze sein. Wenn das Fell glänzt und die Katze wohlgenährt aussieht, ist es wahrscheinlicher, dass es sich um eine Katze mit regelmäßigem Freigang handelt. In diesem Fall bitte nicht füttern. Dieses Verhalten könnte die Katze verwirren und zu einer Entfremdung von ihrem Zuhause führen.

Wenn die Katze sehr hungrig und verwahrlost wirkt, füttern Sie sie zunächst nur einmal und beobachten Sie sie beim Fressen. Auch wenn die Katze öfters wieder erscheint und der hungrige Eindruck bleibt, sollten Sie das Tier nur einmal täglich mit einer kleinen Portion versorgen, damit sie weiterhin den Antrieb hat, zum Fressen nach Hause zu laufen. Wenn möglich, verfolgen Sie die Katze bei ihren Streifzügen, um ihr Zuhause zu finden. Sie können zu diesem Zweck auch ein Foto machen und Zettel in der Umgebung aufhängen („Wer kennt das Zuhause dieser Katze?“).

Sollte die Katze mehrere Tage lang regelmäßig wiederkommen und sich kein Besitzer ausfindig machen lassen, ist die Katze als Fundkatze anzusehen und muss gemeldet werden.

KATZE GEFUNDEN

Ein gefundenes oder zugelaufenes Tier melden


Melden Sie ein Fundtier schnellstmöglich den zuständigen Behörden. Benachrichtigen Sie das Ordnungsamt (tagsüber) und die Polizei (nachts), das örtliche Tierheim oder den Tierschutzverein. Fundtierunterschlagung ist eine Straftat, daher dürfen Sie die Meldung keinesfalls vergessen.

Überprüfen Sie selbst oder lassen Sie vom Tierarzt oder Tierheim kontrollieren, ob das Tier durch Tätowierungen in den Ohren oder einen Mikrochip an der linken Halsseite unter der Haut gekennzeichnet wurde. Diese Kennzeichnung benötigen Sie unter anderem, wenn Sie ein Tier bei FINDEFIX als Fundtier melden. Notieren Sie dazu ebenfalls Rasse, Geschlecht, Fundort, Funddatum sowie die äußeren Merkmale der Katze. Geben Sie außerdem natürlich Ihre Kontaktdaten an. FINDEFIX sorgt in diesem Fall dafür, dass die Vermisstmeldungen überprüft und abgeglichen werden und somit die Halter möglichst schnell ermittelt werden können. Auch nicht gekennzeichnete Tiere sowie tot aufgefundene Tiere sollten in jedem Fall gemeldet werden.

KATZE GEFUNDEN

Katzenfund in Schuppen oder Kellerraum


Wenn Sie eine Katze in einem Schuppen, Gartenhaus oder Kellerraum auffinden, fragen Sie sich zunächst, ob die Katze hier freiwillig hineingekommen ist.

Wenn der Raum keinen offenen Zugang hat, ist die Katze vermutlich unbemerkt hineingelaufen und versehentlich eingesperrt worden. Versuchen Sie Personen, die einen Zugang zu diesem Raum haben, zu befragen, ob ihnen die Katze bekannt ist. Wenn niemand sie kennt, stellen Sie ihr Wasser hin, öffnen Sie die Tür und warten Sie ab, was passiert. Nur, wenn das Tier sich auch nach längerer Zeit nicht auf den Weg nach Hause macht, besteht Handlungsbedarf – die Katze ist dann als Fundtier zu betrachten.

Hat der Raum einen Zugang, durch den die Katze auch wieder hinaus könnte? Wenn ja, hat die Katze sich sehr wahrscheinlich bewusst an diesen Ort zurückgezogen. In diesem Fall ist es für die weitere Vorgehensweise wichtig, dass Sie abklären, ob es sich bei der aufgefundenen Katze um ein Muttertier handeln könnte.

KATZE GEFUNDEN

Umgang mit Muttertieren


Wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich bei einer gefundenen Katze um ein Muttertier handeln könnte – das Gesäuge ist bei Mutterkatzen gut sichtbar und recht groß – suchen Sie den Fundort und die Umgebung intensiv nach möglichen Katzenkindern ab und nehmen Sie die Katze zunächst nicht mit.

Wenn Sie die Katze bereits vom Fundort entfernt haben sollten, könnte ein sehr unruhiges und suchendes Verhalten der Katze ein weiteres Indiz dafür sein, dass es sich um eine Mutterkatze handelt. Im Zweifelsfall kann auch ein Tierarzt feststellen, ob das Tier kürzlich geworfen hat. Falls sich der Verdacht bestätigt, ist an erster Stelle dafür zu sorgen, dass die Tiere wieder zusammengeführt werden und ihre Ruhe bekommen. Achten Sie darauf, dass die Jungkatzen nicht übermäßig angefasst werden. Versorgen Sie die Katzenfamilie mit Futter und informieren Sie sofort das Tierheim oder den Tierschutzverein.

KATZE GEFUNDEN

Fund einer ausgesetzten Katze


Wenn Sie eine Katze an einem ungewöhnlichen Ort in einem Korb oder Karton vorfinden, könnte es sich um ein ausgesetztes Tier handeln. In diesem Fall verständigen Sie am besten sofort den Tierschutzverein oder die Polizei. Um zu verhindern, dass die Katze verschwindet und um die Fundumstände genau aufnehmen zu können, ist es wichtig, dass Sie bis zu deren Eintreffen bei dem Tier bleiben.

KATZE GEFUNDEN

Wenn das gefundene Tier verletzt ist


Wenn Sie ein verletztes Tier finden, sollten Sie Folgendes beachten: Die Feuerwehr (112) sendet ein Fahrzeug der Tierrettung aus für den Transport zum Tierarzt. Sie können auch bei der Polizei (110) darum bitten, sofort die Adresse des nächsten Tierarztes oder der nächsten Tierklinik übermittelt zu bekommen. Bringen Sie das Tier direkt zum Tierarzt, wenn es verletzt, stark abgemagert oder erschöpft ist.

Vorsicht: Verletzte Tiere lassen sich nicht immer anfassen!
Hat die Katze beim Hochheben Schmerzen, könnte sie beißen oder kratzen. Besser, Sie organisieren eine Transportbox und ziehen Lederhandschuhe an. Ohne Transportbox sollten Sie eine Katze nur in wirklichen Notfällen transportieren: Es besteht ein hohes Risiko, dass sie bei überraschenden Geräuschen versucht zu fliehen. Nehmen Sie notfalls einen Pappkarton mit Luftlöchern.

Beachten Sie aber, dass es für die Erstattung von Tierarztkosten notwendig ist, dass Sie eine Fundtieranzeige bei der Gemeinde oder Stadt einreichen.

Katze in sehr schlechtem Zustand
Haben Sie eine Katze gefunden, die sehr abgemagert ist? Mit auffallend ungepflegtem, schmutzigem Fell? Hat sie offensichtlich Schmerzen oder offene Wunden, humpelt sie oder hat sie kahle Stellen im Fell? Letzteres könnte ein Hautpilz sein, der teilweise sehr ansteckend ist (Hände waschen). Lassen Sie das Tier in jedem Fall zügig beim Tierarzt untersuchen. In diesen Fällen sollten Sie etwas unternehmen, auch wenn die Katze ein Zuhause hat. Falls sich ein Halter findet, sollten Sie den schlechten Zustand des Tieres ansprechen. Falls es dafür keine plausible Erklärung gibt, informieren Sie besser auch das Veterinäramt oder den örtlichen Tierschutzverein.

Wer zahlt die Arztkosten bei Straßenkatzen?
Frei lebende, nicht zahme Katzen, also jene, die noch nie bei Menschen gelebt haben, sind herrenlos. Sie können keine Fundtiere sein, auch nicht, wenn sie verletzt oder krank aufgefunden werden. Die Kosten werden in der Regel nicht von der Gemeinde oder der Veterinärbehörde übernommen. Haben Sie selbst keine Möglichkeit, die Arztkosten der Straßenkatze zu übernehmen, kontaktieren Sie bitte den örtlichen Tierschutzverein, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

KATZE GEFUNDEN

Wenn Sie eine angefahrene Katze finden

 

  • Wenn Sie eine angefahrene Katze finden oder ein Haustier selbst angefahren haben sollten, gilt als erstes, Ruhe zu bewahren.
  • Dann sollten Sie möglichst schnell und, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, die Unfallstelle absichern.
  • Verständigen Sie bei einem Verkehrsunfall auf jeden Fall die Polizei. Diese wird die weiteren Schritte einleiten (zum Beispiel einen Tierrettungsdienst anfordern) und Ihnen ggf. Tipps und Anweisungen geben.
  • Bleiben Sie an Ort und Stelle und versuchen Sie, das Tier zu beruhigen – zum Beispiel durch Zureden, leichte Berührungen oder Streicheln. Seien Sie dabei sehr behutsam, da das Tier Schmerzen haben und sich wehren könnte (wenn vorhanden, am besten Handschuhe benutzen).
  • Wenn Sie sich mit „Erste Hilfe“ bei Tieren auskennen, sollten Sie mit den geeigneten Maßnahmen beginnen.
KATZE GEFUNDEN

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Haustieren

 

  • Bei großen, blutenden Wunden ist das Stillen der Blutung der wichtigste Schritt. Im Idealfall nutzen Sie zum Verbinden sterile Gaze und Mullbinden. Wenn Sie diese nicht zur Hand haben, müssen Sie mit möglichst sauberem Material (z.B. Stofffetzen) improvisieren. Ist die Blutung sehr stark oder sogar spritzend, müssen Sie einen Druckverband anlegen.
  • Zuerst sollten Sie das verletzte Tier ruhig lagern: Breiten Sie dazu eine Decke oder eine geeignete Unterlage aus und legen Sie die Katze vorsichtig darauf ab.
  • Wenn die Katze bei Bewusstsein ist: Mit einer Hand an der Nackenhaut festhalten, um Abwehrreaktionen zu vermeiden, mit der anderen Hand unter den Körper des Tiers greifen. Wenn die Katze nicht bei Bewusstsein ist: Mit beiden Händen unter den Körper greifen, Kopf stützen und vorsichtig auf die Decke legen.
  • Nach dem sogenannten ABC-Schema vorgehen:
  • Atemwege frei machen (Zunge vorsichtig aus Maul lagern und ggf. Fremdkörper entfernen).
  • Beatmen mit der Mund-zu-NaseT-echnik (8- bis 12-mal in der Minute über ein oder beide Nasenlöcher); dazu die Zunge zwischen den Zähnen nach außen ziehen und die Schnauze geschlossen halten. Die erfolgreiche Beatmung ist am Heben und Senken des Brustkorbes sichtbar.
  • Compression (Kompression/Druck): Wenn das Herz nicht mehr schlägt, sofort Herzdruckmassage durchführen. Dafür das Tier auf ebenem stabilem Untergrund auf die rechte Seite legen: 60 bis 80 Kompressionen pro Minute, nach jeweils 10 bis 15 Kompressionen ein- bis zweimal beatmen. Den Brustkorb mit einer Hand komprimieren.

    Auch wenn sich der Zustand der Katze nach diesen Maßnahmen verbessert, muss das Tier so schnell wie möglich zu einem Tierarzt gebracht werden!

 

KATZE GEFUNDEN

Tierhalter selbst ausfindig machen


Um den Halter einer gefundenen Katze ausfindig zu machen, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Wenn Sie eine Katze mit Halsband gefunden haben, schauen Sie zuerst nach, ob Sie dort Angaben zum Halter finden.

Sie können das Tier auch bei einem Tierarzt oder im Tierheim auf Kennzeichnungen überprüfen lassen. Hat es eine Tätowierung in den Ohren? Mikrochips befinden sich auf der linken Halsseite unter der Haut.

In jedem Fall sollten Sie den Fund bei FINDEFIX melden. Wichtig sind neben den Kennzeichnungen vor allem Rasse, Geschlecht und besondere Merkmale der Katze (vergessen Sie nicht, Ihre persönlichen Kontaktdaten zu hinterlassen). Melden Sie bitte auch nicht gekennzeichnete/registrierte Fundtiere sowie Todfunde.

Fragen Sie zudem in der Nachbarschaft, ob jemand sein Tier vermisst, achten Sie auf mögliche Suchmeldungen in der Umgebung und im Internet: Schauen Sie auf der FINDEFIX-Website und in den sozialen Netzwerken nach Suchanzeigen.

Machen Sie eigene Aushänge mit Kontaktmöglichkeiten bei umliegenden Tierärzten, in Geschäften, an Laternenmasten und schwarzen Brettern. Achten Sie, während Sie Ihre „Gefunden-Zettel“ verteilen, darauf, ob dort ggf. Vermisstmeldungen aushängen, die zu dem gefundenen Tier passen könnten. Auch bei Fundmeldungen im öffentlichen Raum sind die Regeln Ihrer Stadt/Gemeinde zum Aufhängen und Verbreiten von Such- oder Informationsplakaten zu beachten.

KATZE GEFUNDEN

Falls sich die Halter direkt bei Ihnen melden sollten


Wenn sich die vermeintlichen Halter telefonisch melden sollten, gilt es bei aller Freude über ein „Happy End“ zunächst, aufmerksam zu bleiben. Manchmal versuchen nicht berechtigte Personen, auf diese Weise in den Besitz von Haustieren zu gelangen.

Lassen Sie sich aus diesem Grund die Telefonnummer der Anrufer geben und rufen Sie zurück, um zu überprüfen, ob es sich um die korrekte Telefonnummer handelt. Stellen Sie sicher, dass die Anrufer auch die berechtigten Tierhalter der gefundenen Katze sind. Versuchen Sie, im Laufe des Gespräches gewisse Merkmale abzufragen, die nur den wahren Besitzern bekannt sein können. Bitten Sie darum, ein Foto zur Abholung mitzubringen oder lassen Sie sich dieses vorab per Smartphone zuschicken. Auch schriftliche Unterlagen wie Tierausweis oder Impfpass sind hilfreich, wenn es darum geht, die Tier- und Halterdaten abzugleichen. Wenn Sie sich die Übergabe mit allen Kontaktdaten des Abholers quittieren lassen, haben Sie eine weitere Möglichkeit, um zu verhindern, dass Personen illegalerweise in den Besitz der gefundenen Katze gelangen.

KATZE GEFUNDEN

Gefundenes Haustier selbst aufnehmen


Wenn Sie eine Katze aufgefunden haben, können Sie diese grundsätzlich mit nach Hause nehmen, bis die Besitzverhältnisse geklärt sind. Dazu müssen Sie aber in jedem Fall zuvor eine Fundmeldung bei den Behörden (Polizei, Fundbüro, Ordnungsamt) und beim zuständigen Tierschutzverein machen. Außerdem sollten Sie wissen, dass eine Erstattung der Pflegekosten nur bis zu vier Wochen möglich ist. Vor der Aufnahme im eigenen Zuhause sollten Sie die Katze beim Tierarzt untersuchen lassen. Ist dies nicht sofort möglich, lassen Sie das Tier vorher nicht in Ihre Wohnräume, sondern bringen Sie es z. B. im Bad unter, vor allem dann, wenn Sie andere Haustiere haben. Es besteht die Gefahr der Übertragung z. B. von Parasiten wie Flöhe oder Würmer.

Wenn Sie die Katze gerne dauerhaft aufnehmen möchten, müssen Sie sechs Monate abwarten, ob der Halter ermittelt wird. Nach Ablauf dieser Frist können Sie das Tier dauerhaft übernehmen.

Sicherlich sieht der Idealfall so aus, dass die gefundene Katze zu ihren ursprünglichen Haltern zurückkehrt. Doch trotz der vielen Möglichkeiten gelingt dies nicht immer. Oft haben sich Finder und Katze nach der gemeinsamen Zeit so aneinander gewöhnt, dass auch auf diese Weise ein Happy End entstehen kann, sofern alle Beteiligten einverstanden sind.

KATZE GEFUNDEN

Wenn Sie ein totes Haustier finden


Finden Sie ein leblos wirkendes Tier auf, sollten Sie zunächst prüfen, ob es noch atmet bzw. ob das Herz noch schlägt. Falls Sie nur noch den Tod feststellen können, informieren Sie trotzdem das nächste Tierheim, einen Tierarzt oder die Polizei. Auch dieser Schritt ist wichtig, denn denken Sie daran, dass es irgendwo eine Familie gibt, die in quälender Ungewissheit lebt. Falls das Tier gechippt ist, kann der Halter über die Mikrochip-Nummer ausfindig gemacht und informiert werden.

KATZE GEFUNDEN

Was regelt das Fundtierrecht?


Für entlaufene Heimtiere gelten weitgehend dieselben Regeln wie für Fundsachen. Ein Finder muss ein Tier also entweder selbst verwahren oder er kann es beim Fundbüro der Stadt abgeben. Da die meisten Städte und Gemeinden kein eigenes Tierheim haben, schließen sie einen Vertrag mit einem Tierschutzverein. Dieser bringt dann die Tiere unter. Oft ist eine Abgabe direkt im Tierheim möglich, jedoch nicht überall. Deshalb informieren Sie sich bitte bei Ihrem Fundbüro, ob Ihre Kommune eine Vereinbarung mit einem Tierheim hat und ob Sie das Tier direkt dorthin bringen können.

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Kontakt

FINDEFIX - Das Haustierregister
des Deutschen Tierschutzbundes

In der Raste 10
53129 Bonn

Tel:+49 (0) 228 6049635
Fax:+49 (0) 228 6049642
E-Mail:info@findefix.com

 

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. ist als gemeinnütziger Verein von der Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer freigestellt und beim Finanzamt unter der Steuernummer 205/5783/1179 registriert.

© 2018 FINDEFIX - Das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes

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