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Bundeseinheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen gefordert

Netzwerk Kennzeichnung & Registrierung von Heimtieren

Parlamentarischer Abend des Netzwerks K&R in Berlin. © Netzwerk K&R / Marc Darchinger

Das Experten-Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ hat am 30. Januar 2018 im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin erläutert, warum eine bundesweit einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde unerlässlich ist. Die Experten riefen die anwesenden Abgeordneten des Deutschen Bundestages dazu auf, endlich die Dringlichkeit einer solchen Regelung zu erkennen, und schlugen ein Umsetzungskonzept vor.

 

Die Politik steht unter Druck: Seit vielen Jahren schon fordern Fachleute eine bundeseinheitliche Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen. Dadurch würde sich die Situation maßgeblich verbessern, insbesondere, was die Themen Transparenz, Tiergesundheit, Tierschutz, Rechtssicherheit und Vollzug, Verbraucherschutz, öffentliche Gesundheit und Wirtschaftlichkeit betrifft. Damit einher geht eine deutlich schnellere Rückvermittlung von Fundtieren, wodurch Kommunen und Tierheime langfristig entlastet werden könnten. Außerdem könnte durch eine verpflichtende Rückverfolgbarkeit der illegale Welpenhandel wesentlich besser verhindert und unter Kontrolle gebracht werden. 

 

Notwendig, machbar, kostengünstig

Im Gegensatz zu vielen anderen EU-Mitgliedstaaten gibt es in Deutschland nach wie vor keine einheitlich geregelte Kennzeichnungs-und Registrierungspflicht, obwohl die Umsetzung sogar mit geringem bürokratischen und finanziellen Aufwand möglich wäre.

 

„Mit einer bundeseinheitlichen Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen könnten wir vieles auf einmal erreichen“, sagt Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des Netzwerks „K&R“. „Jetzt ist es an der künftigen Bundesregierung, unsere Forderung und den erarbeiteten Vorschlag zur Umsetzung zu überdenken und am Ende auch umzusetzen.“ 

 

„Eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht wäre ein großer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Bis dahin appellieren wir an alle Tierhalter, ihre Tiere kennzeichnen und bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, kostenfrei registrieren zu lassen.“

 

Das Konzept? Ein Register-Verbund

Modelle mit mehreren Registern, die in einem einzigen Datenbank-System miteinander vernetzt sind, existieren bereits in einigen EU-Mitgliedstaaten. Laut den Experten des Netzwerks „K&R“ kann dieses Konzept problemlos auch in Deutschland eingeführt werden. Das würde bedeuten, dass auf bereits bestehende Daten von über zehn Millionen registrierter Tiere aus den vorhandenen Registern zurückgegriffen werden könnte, ohne diese Daten kostenintensiv und mit hohem administrativem Aufwand erneut zu erheben. Hierfür wären lediglich die Entwicklung einer speziellen Software, die alle Register im Verbund miteinander vernetzt, und die Bereitstellung eines Web-Services durch alle angeschlossenen Register notwendig. Die Einrichtung und Verwaltung einer neuen Datenbank wäre dagegen mit enormen Kosten verbunden.

 

Ein einziges Datenbank-System bringt viele Vorteile mit sich

Tierhalter, Finder von entlaufenen Tieren sowie Städte, Gemeinden oder die Polizei könnten mithilfe dieses Modells ihre Anfragen stellen, und zwar mit ganz individuellen Abfragemöglichkeiten. Zusätzlich wäre dieses Datenbank-System mit einer europaweiten Kennzeichnung von Hunden und Katzen kompatibel, wie es vom Europa-Parlament seit Jahren gefordert wird. 

 

Das Netzwerk K&R

Das Netzwerk „Kennzeichnung und Registrierung (K&R)“ ist ein interdisziplinärer Arbeitskreis von Experten. Unter der Leitung des Landesbeauftragten für Tierschutz des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik, hat das Netzwerk sich zum Ziel gesetzt, auch in Deutschland die Rechtspflicht zur Kennzeichnung und Registrierung für Hunde und Katzen einzuführen. Zusammen mit vier weiteren Mitgliedstaaten bildet Deutschland hier das Schlusslicht in Europa.

 

Die gravierenden Probleme wie der illegale Welpenhandel, die stetige Zunahme von Straßenkatzen sowie überfüllte Tierheime u. v. m. können nur mit einer verlässlichen Rückverfolgbarkeit von Tierhaltern und Heimtieren gelöst werden, und zwar national wie auch europaweit. 

 

Weitere Informationen zum Hintergrund und zur Arbeit des Netzwerks „K&R“ finden Sie auf der neuen Internetseite www.heimtierverantwortung.net.

 

 

Kontakt

FINDEFIX - Das Haustierregister
des Deutschen Tierschutzbundes

In der Raste 10
53129 Bonn

Tel:+49 (0) 228 6049635
Fax:+49 (0) 228 6049642
E-Mail:info@findefix.com

 

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