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Katze bei Umzug verschwunden – Happy End über Grenzen hinaus

Stellen Sie sich vor, Sie ziehen aus dem Ausland zurück in Ihr Heimatland. Ihr Ex-Partner bleibt. Gemeinsam entscheiden sie, dass die Katze es bei Ihnen besser hat, also wird sie Ihnen mit einem Transporter hinterhergeschickt. Doch auf der Strecke kommt die Katze abhanden – in einem fremden Land, deren Sprache Sie nicht sprechen oder verstehen. Genau das ist Marysia K. aus Polen mit ihrer Katze Tila passiert.

Katze Tila mit Frauchen

Katze Tila

In der Fremde entlaufen

Der Transporteur, der Tila sicher von Großbritannien nach Polen bringen sollte, meldete am 11. April den Verlust der Katze. Sie sei ihm beim Tränken und Füttern an einer Raststätte entlaufen. Ein Schock für Marysia K., die mehrere hundert Kilometer entfernt auf ihre Samtpfote wartete. Vor allem, weil Tila eine reine Hauskatze ist und nun in völlig fremder Umgebung auf sich allein gestellt war. Sie meldete Tila bei FINDEFIX als vermisst, registrierte sie und kontaktierte uns, bat um Hilfe. Wir informierten die Tankstelle auf dem betreffenden Rastplatz und die Tierheime in der Umgebung. Marysia K. versuchte auch selbst, Kontakt zu verschiedenen Stellen aufzunehmen – aber die Sprachbarriere war auf beiden Seiten groß. Wir empfahlen ihr, den Suchaufruf auch in Facebook-Gruppen der Umgebung zu teilen.

Gemeinsam für Tila

So las schon einen Tag später Katja A. den Hilferuf – und nahm sich der Sache an. Tägliche Suchaktionen an der Raststätte begannen. Marysia K. kaufte eine Falle, Katja A. eine Wildkamera. Auch ihr Sohn und ihr Freund unterstützten die Helferin bei der Suche. Sie druckten gemeinsam Flyer, hängten sie auf, errichteten eine Futterstelle und warteten – manchmal verbrachten sie die halbe Nacht im Auto, in der Hoffnung, Tila auf der Wildkamera zu entdecken. Doch auch in einiger Entfernung von Dresden stieß der Hilferuf auf offene Ohren: bei Yvonne H. Sie kontaktierte Marysia K. und erfuhr, dass Katja A. sich bereits in Dresden für Tila engagierte. So kamen beide Frauen in Kontakt.

 

Seltsame Umstände

„Irgendwie hat mich die Geschichte berührt – und mir keine Ruhe gelassen. Ich habe überlegt, wie diese Situation für mich wäre“, berichtete Yvonne H. „Da war ich erleichtert, als ich gehört habe, wie sehr Frau A. sich in die Sache eingefuchst hat.“ Fortan standen die Frauen in Kontakt. Katja A. gingen tatsächlich Katzen in die Falle – aber leider nicht Tila. Im weiteren Verlauf der Suche kamen seltsame Details ans Licht. Als Katja A. einen Pet-Trailer auf Tila ansetzen wollte, sagte der Transporteur, er habe auch Spielzeug, Decken und Impfpass von Tila nicht mehr. Sie forderten die GPS-Daten der Fahrt an. Diese zeigten zwei Zwischenstopps unmittelbar hintereinander – wo genau war aufgrund der Auflösung der Karte schwer zu erkennen.

Ein unglaublicher Zufall

Am 13. Mai las Yvonne H. zufällig einen Aufruf des Tierschutzvereins Nordhausen, der in ihrer Nähe ist. Sie baten darin um Hilfe, da an einer Raststätte eine Katze gesichtet wurde, die laut Augenzeugen nicht gut aussah. Yvonne H. meldete sich und fuhr zu dem Rastplatz. „Ich hatte nicht einmal den Motor aus, da habe ich die Katze schon gesehen“, so Yvonne H. An Tila habe sie dabei nicht gedacht. Wie auch, denn die sollte nach Angaben des Fahrers schließlich 170km entfernt entlaufen sein. Die Katze saß schon nach wenigen Minuten hungrig in der von Yvonne H. aufgestellten Falle. Sie brachte die Katze zum Vorsitzenden des Tierschutzvereins Nordhausen, Kevin S. „Auf der Fahrt dachte ich noch: die Katze ist so eine Hübsche, mit diesem hellrot. Wie Tila“, erzählt Yvonne H. „Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Plötzlich wusste ich: Das ist sie.“

Tila kommt nach Hause

Die Überprüfung der Mikrochip-Nummer brachte dann die erlösende Gewissheit: Es war Tila! „Sogar beim Erzählen habe ich noch Gänsehaut“, so Yvonne H. „Ich habe sofort Katja angerufen!“ Ohne einen Chip hätte man die Katze, die eigentlich an einem ganz anderen Ort sein sollte, nie einwandfrei identifizieren können. Offenbar war die Angabe der Raststätte durch den Transporteur falsch. Katja A. hätte also noch lange in Dresden und Umgebung suchen können – denn Tila war über 100 Kilometer entfernt. Wieso der Transporteur bei der Verlustmeldung den falschen Ort angab, ist unklar. Sicher ist aber: Tila konnte am 23. Mai von ihrer Besitzerin Marysia K. abgeholt werden. Ein wahnsinniges Happy End über Grenzen hinweg – und ein Beispiel vorbildlicher Zusammenarbeit von engagierten Tierfreunden und Tierfreundinnen.

 

FINDEFIX-Geschichten über herzergreifende Suchen mit Happy End

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Sie kennen auch eine Geschichte eines vermissten Tieres mit Happy End oder haben selbst etwas Ähnliches erlebt? Teilen Sie sie gerne mit uns und melden Sie sich unter info@findefix.com.

 

 

Kontakt

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