40 Jahre Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes – Die Erfolgsgeschichte des ersten Haustierregisters

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Wie alles begann – Das erste Register im Kampf gegen den illegalen Tierhandel

 

Stellen Sie sich vor, Ihr geliebter Vierbeiner verschwindet plötzlich und ohne jede Spur. Alle Bemühungen sind vergebens, das Tier kommt nie mehr nach Hause zurück. Anfang der 1980er Jahre war das in Deutschland kein ungewöhnliches Szenario. Viele Tiere wurden gestohlen und von Versuchstierhändlern illegal weiterverkauft.

1981: In einer Sitzung des Führungsgremiums des Deutschen Tierschutzbundes fällt die Entscheidung: Im Kampf gegen den illegalen Tierhandel muss ein zentrales Register für Haustiere her und ebenso eine Möglichkeit zur Kennzeichnung der Tiere, denn Halsbänder und Marken lassen sich von Tierdieben zu leicht entfernen. 1982: Das neu ins Leben gerufene Haustierzentralregister steht zu Beginn den angeschlossenen Tierschutzvereinen und Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes zum Testen zur Verfügung. In der Zentrale füllen sich in der Folge die Regale mit Ordnern. Eine erste Computer-Anlage zur digitalen Erfassung sorgt für eine Erleichterung der Arbeit. Ab 1983 ist das „Zentralregister vom Deutschen Tierschutzbund“ auch für alle Tierhalter nutzbar und tätowierte Haustiere können kostenlos eingetragen werden.

Die Arbeit des Registers nimmt immer mehr Fahrt auf und ab 1985 wird ein einheitliches Tätowierungssystem aus einer Kombination von Autokennzeichen, Jahreszahl, den Initialen des Tierarztes und einer fortlaufenden Nummer empfohlen. 1986: Nach wie vor gehen täglich mehrere hundert Datenerfassungsbögen zur Neueintragung von Tieren ein. Hauptsächlich zum Schutz vor Diebstahl lassen Tierhalter ihre Lieblinge eintragen. 1987 werden insgesamt 26 neue Tierrettungswagen an Tierschutzvereine in ganz Deutschland übergeben. Die Wagen dienen vor allem zur Besorgung von Futtermitteln etc., aber z.B. auch zur  Beobachtung von Tierhändlern. Um die Suche nach vermissten Tieren zu unterstützen, veröffentlicht der Tierschutzbund in seiner eigenen Zeitschrift ab 1988 auch Vermisstmeldungen.

Quantensprung durch Mikrochip: Mit moderner Technik weiter gegen den Tierdiebstahl

 

1991: Die Tätowierung als Kennzeichnung stößt immer wieder an ihre Grenzen. Eine neue Technologie kommt auf den Markt: Haustiere können nun durch die Implantierung eines Transponders mit Mikrochip identifiziert werden. Das Zentrale Haustierregister beginnt frühzeitig mit der zusätzlichen Erfassung der Mikrochip-Daten. Bis 1993 erhalten alle Tierheime kostenlos ein Chip-Lesegerät. 1996 erfolgt die Namensänderung: Aus dem „Zentralregister vom Deutschen Tierschutzbund“ wird das „Deutsche Haustierregister“. Ab sofort können Haustiere aus ganz Europa registriert werden – natürlich weiterhin kostenlos. Der neue ISO-Standard mit 15-stelliger Code-Struktur für Mikrochips erleichtert die Identifikation. Über ein 24/7-Service-Telefon bekommen die Halter sofort Rückmeldung, wenn ihr Tier gefunden wird. 1997 erhält das Deutsche Haustierregister ein modernes Datenbanksystem, das für mehr Sicherheit und schnellere Abläufe sorgt.

Wegen immer noch hoher Diebstahlzahlen wird 1999 zusätzlich ein spezielles »Tierdiebstahlregister« eingeführt. In Kombination mit dem Deutschen Haustierregister soll es dem Diebstahl von Hunden und Katzen ein Ende bereiten. Eine verbesserte Datensammlung von verschwundenen Tieren soll einen Überblick über die Gesamtlage verschaffen, um die gesammelten Erkenntnisse dann schlussendlich an die ermittelnden Behörden zu übergeben und eine Gegenaktion ins Rollen zu bringen.

Das Deutsche Haustierregister goes digital

 

Der Service des Registers erfreut sich ständig zunehmender Nachfrage. Die Zahl der jährlich erfassten Haustiere wächst kontinuierlich. Die digitale Technik bietet enorme Arbeitserleichterungen: Ab sofort sind Anmeldungen, Vermisstmeldungen und alle weiteren Schritte auch online möglich. Die Rückvermittlungsquote des Registers liegt bei etwa 44 Prozent. Leider sind viele Haustiere noch immer nicht gekennzeichnet oder nicht registriert, außerdem vergessen viele Halter schlicht, die Rückkehr eines vermissten Tieres zu melden. 2008: Der neue Online-Auftritt „registrier-dein-tier.de“ ermöglicht einen besseren Zugang zu den Service-Angeboten, so auch die Online-Erstellung eines Suchplakats. 2010: Die Vernetzung wächst. Der Abgleich mit anderen Registern erfolgt nun anbieterübergreifend und sogar europaweit. Bei einem Treffer oder Fund werden die Besitzer sofort benachrichtigt.

2011: Das Deutsche Haustierregister feiert seinen 30. Geburtstag – es ist die älteste Einrichtung dieser Art. Mittlerweile sind über 700.000 Tiere im Register erfasst. Der Service wird immer umfassender: Nach der Anmeldung erhalten die Tierbesitzer eine Anmeldebestätigung mit Tierausweis und einer Halsband-Plakette (bei Hunden). Tipps für Halter, deren Tiere verschwunden sind und Infos, was im Falle eines gefundenen Tieres zu tun ist, sind nun auch online einsehbar. Nicht zuletzt dadurch liegt die Erfolgsquote beim Finden von verschwundenen Tieren mittlerweile bei 90 Prozent.

2012: TEO heißt die neue Software, die von der gleichnamigen Projektgruppe des Deutschen Tierschutzbundes entwickelt wurde. Sie hilft dabei, Schriftwechsel, Tierdaten sowie Buchhaltung übersichtlich zu verwalten. Tierheime und Tierschutzvereine können vermittelte Tiere per TEO (Tierschutz erfolgreich organisieren) leichter ins Deutsche Haustierregister eintragen. Die Erfolgsgeschichte des Registers setzt sich fort. Bis 2015 werden pro Jahr mittlerweile etwa 20.000 Vermisstmeldungen zu etwa 90 Prozent erfolgreich bearbeitet.

Aus dem Deutschen Haustierregister wird FINDEFIX

 

2016 startet der komplette Relaunch des Deutschen Haustierregisters: Name, Design und Internetauftritt werden grunderneuert und neue Medienkanäle werden eingeführt. Ziele dieser Maßnahmen sind die Ausweitung des Service-Angebots und die Steigerung der Bekanntheit. Aus dem Deutschen Haustierregister wird ab 2017 »FINDEFIX« – eine moderne Marke, deren Name nicht nur sehr eingängig ist, sondern auch als Nutzenversprechen verstanden werden darf. Der neue Internetauftritt wird als wirksames Service-Instrument ausgebaut. Durch ein ausgeweitetes Angebot an Online-Formularen (für Registrierung, Fund- und Suchmeldungen u.v.m.) wird die Nutzung der Website immer attraktiver. Einen besonderen Stellenwert nimmt der Suchmeldungsbereich ein. Suchmeldungen lassen sich nun online einfacher eingeben und über eine kartenunterstützte Umkreissuche anzeigen. Zudem können Vermisstmeldungen über die sozialen Medien geteilt und entsprechende Suchplakate sofort erstellt und ausgedruckt werden.

2018 zieht FINDEFIX nach einem Jahr Bilanz: Die Zahl der Registrierungen ist weiterhin exponentiell gestiegen. Die sozialen Medien sind wie gemacht für die Zwecke des Registers. Hier lassen sich Suchmeldungen besonders schnell verbreiten. Viele Happy Ends werden mittlerweile bei FINDEFIX auf Facebook und im Newsbereich der Website geteilt.

2019 wird das Webangebot immer weiter optimiert: durch Live-Chat und den vermehrten Einsatz von Videos. Mit dem FINDEFIX-Live-Chat wird ein neues Service-Angebot ins Leben gerufen. Mitarbeiter*Innen sind dort für Finder, Halter und Interessierte als direkte Ansprechpartner da. Ein spezielles FINDEFIX-Video soll von nun an auf die Wichtigkeit von Kennzeichnung und Registrierung aufmerksam machen.

Aber FINDEFIX investiert auch immer wieder in die Grundlagenarbeit. Mit der Erstellung der umfassenden Infobroschüren »Was tun, wenn ...« werden viele nützliche Ratschläge zusammengestellt, die Tierhaltern helfen, vorbeugende Maßnahmen zu treffen aber auch konkrete Hilfestellungen anbieten, für den Fall, dass der eigene Vierbeiner verloren geht oder ein fremdes Haustier aufgefunden wird.

2020 geht der FINDEFIX-Instagram-Account an den Start. FINDEFIX bietet wieder einen telefonischen 24/7-Service an, um auch außerhalb der Geschäftszeiten weiterhelfen zu können. Nach der dreimonatigen Testphase des Live-Chats kann eine sehr positive Bilanz gezogen werden. Immer weiter ausgebaut wird das Angebot an »Tierischen Tipps«. Über die Website werden die Interessierten regelmäßig mit Grundlageninformationen zu Themen wie Tierhaltungskosten, Tierarztbesuch, Erziehung und Rechtsfragen aber auch mit vielen aktuellen Tipps und Neuigkeiten versorgt. Die Anzahl der registrierten Tiere wurde im Vergleich zum Vorjahr um 15% gesteigert.

Bis heute: Der älteste und einzige gemeinnützige Service dieser Art in Deutschland

 

2021: Die Geschichte, die aus der Not geboren mit der Einführung des ersten Zentralregisters für Haustiere begann, hat sich über die Jahre mit den vielen erfolgreich zurückgeführten Haustieren und zahlreichen individuellen Happy Ends sowie durch die einhergehende Professionalisierung und Ausweitung der vielfältigen Angebote für Haustierbesitzer zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte weiterentwickelt.

Vielen Dank an alle, die uns auf diesem Weg begleitet haben!

 

 

 

 

 


Alle Abbildungen © Deutscher Tierschutzbund

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Kontakt

FINDEFIX - Das Haustierregister
des Deutschen Tierschutzbundes

In der Raste 10
53129 Bonn

Tel:+49 (0) 228 6049635
Fax:+49 (0) 228 6049642
E-Mail:info@findefix.com

 

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. ist als gemeinnütziger Verein von der Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer freigestellt und beim Finanzamt unter der Steuernummer 205/5783/1179 registriert.

© 2018 FINDEFIX - Das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes

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