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Wie nehme ich meiner Katze die Angst vor der Fahrt zum Tierarzt

Der Deutschen liebstes Haustier ist die Katze. Sie bringt viel Leben in die Bude, wie man so schön sagt. Heute ein Raubtier, morgen ein Schmusetiger, übermorgen ein Clown, der durch die Wohnung jagt und uns zum Lachen bringt. Katzen sind schon eine wahre Bereicherung in unserem Leben und bereiten uns unglaublich viel Freude im Alltag. Schwierig kann es jedoch werden, wenn zum Beispiel die Fahrt zum Tierarzt ansteht und ich meiner Katze die Angst nehmen möchte.

Viele Katzen haben Angst vor der Fahrt zum Tierarzt

Wir haben es nicht immer leicht mit den sensiblen Samtpfoten, denn sie haben ihren ganz eigenen Kopf und werden nicht gern aus ihrem gewohnten Leben gerissen. Steht also ein Besuch beim Tierarzt an, lassen sich viele Katzen nicht einfangen, sobald sie die Transportbox sehen, und verstecken sich im Schrank, unter dem Sofa oder an irgendwelchen anderen Orten, die für uns Menschen nur schwer zugänglich sind. Um unseren Lieblingen den Gang zum Tierarzt so einfach wie möglich zu gestalten und um sie nicht unnötig viel Stress auszusetzen, sollte man den Besuch behutsam angehen und gut vorbereiten. 

 

Die Transportbox – Ein Alptraum für die meisten Katzen

Im sicheren Zuhause gibt sich die Katze gern mal als „König der Löwen“. Hier fühlt sie sich wohl und herrscht ganz selbstverständlich über die eigenen Räumlichkeiten. Doch wehe, man kommt mit der Transportbox um die Ecke. Dann mutiert das königliche Raubtier schnell mal zum Angsthasen und verkriecht sich. Fühlt sie sich dann auch noch in die Enge getrieben, kann sie auch aggressiv reagieren. Das macht es für den Tierarzt natürlich nicht gerade leicht, notwendige Untersuchungen durchzuführen. Zu viel Stress kann sich zudem auf die Untersuchungsergebnisse auswirken und diese verfälschen, denn der Körper reagiert auf den Stress des Tiers.

Damit der Besuch beim Tierarzt entspannt ablaufen kann, sollte man früh mit dem „Training“ beginnen. Junge Katzen sind meist noch sehr neugierig und entdecken die Welt für sich. Sie sehen die Transportkiste noch nicht als einen „bösen Feind“ an, weil sie noch keine negativen Aspekte damit verknüpfen wie einige ältere Katzen. Deshalb kann man sie viel leichter an unbekannte Situationen gewöhnen und u. a. den Transport in der Box und im Auto gut mit ihnen üben.

Auf dem Weg zum Tierarzt soll natürlich nichts schief gehen, deshalb sollten Sie beim Kauf einer Transportbox auf einige Dinge achten. Sie sollte idealerweise aus Kunststoff sein mit Türen, die sich sowohl von oben als auch seitlich öffnen lassen. Denken Sie auch daran, z. B. eine Decke hineinzulegen, auf der die Katze gern liegt und die einen vertrauten Geruch verströmt. Ggf. können Sie auch ein Pheromon-Spray nutzen und die Box leicht damit einsprühen. Manchen Katzen hilft der Geruch, sich beim Transport zu entspannen.

 

Die Katze an die Transportbox gewöhnen

Darüber hinaus sollten Sie die Transportbox nicht im Keller verstauen und nur dann hervorholen, wenn der Besuch beim Tierarzt ansteht. Die Katze gewöhnt sich viel schneller an die Box, wenn sie stets frei zugänglich und geöffnet im gewohnten Umfeld steht und als Liegeplatz genutzt werden kann.  Legen Sie hin und wieder auch mal ein Leckerchen hinein oder das Lieblingsspielzeug, das sich Ihre Samtpfote dann holen kann. So wird die Box gar nicht erst als „Fremdkörper“ und vermeintliche Bedrohung wahrgenommen. Eine kuschelige Decke hilft zusätzlich, der Katze den Eindruck eines gemütlichen Verstecks zu vermitteln.

Wenn Sie feststellen, dass die Katze die Transportbox als gewohnten Gegenstand im Umfeld akzeptiert und sie regelmäßig als Liegeplatz benutzt, können Sie beginnen, die Box zu verschließen. Zunächst reichen ein paar Sekunden aus. Danach sollte die Katze gleich belohnt werden. Später können Sie die Tür der Transportbox auch etwas länger verschließen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Katze auf jeden Fall entspannt ist und keinen Stress empfindet. Haben Sie diesen Schritt gemeistert und Ihr Liebling zeigt sich davon völlig unbeeindruckt, können Sie die Box nun auch ein paar Meter durch die Wohnung tragen. Steigern Sie auch bei dieser Übung die Dauer erst einmal langsam und nur dann, wenn die Katze entspannt ist. Denken Sie daran, Ihre tapfere Samtpfote zu belohnen, damit sie das Training als positive Erfahrung abspeichern kann.

 

Positive Erfahrungen beim Transport zum Tierarzt sind für Katzen wichtig

Aus diesem Grund sollten Sie dann auch nicht gleich zum Tierarzt aufbrechen, wo eventuell unangenehme Erfahrungen auf die Katze warten könnten. Damit der Transport in der Box auch weiterhin positiv von der Katze wahrgenommen wird, sollten sie zu Beginn einfach ein paar kurze Spazierfahrten unternehmen. Auch danach darf eine Belohnung nicht fehlen. Gelingt das gut, können Sie Ihren Tierarzt auch fragen, ob Sie einfach so mal, also ohne Untersuchungen, mit der Katze vorbeikommen können. So lernt die Katze, dass der Besuch beim Tierarzt nicht von Anfang an und zwangsläufig unangenehm sein muss.

Steht ein geplanter Besuch beim Tierarzt an, sollten Sie Ihre Katze einige Stunden vorher nicht füttern, damit ihr z. B. bei längeren Autofahrten nicht schlecht wird und sie keine Übelkeit mit dem Transport verbindet.

Mit dem frühzeitigen Training können Sie Ihrem Liebling helfen, sich sicher zu fühlen, insbesondere dann, wenn Ihr Stubentiger regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen gefahren werden muss. So wird nicht nur Ihre Katze zum entspannten Tierarzt-Profi. Das Training erleichtert auch Ihnen den Katzen-Transport und Ihrem Tierarzt die Untersuchungen.

 

 

 

 

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